|
Die Barbe Die Barbe auch Flussbarbe, Barbel oder Pigge (Barbus barbus) genannt, ist ein einheimischer Süßwasserfisch aus der Familie der Karpfenfische(Cyprinidae), und Namensgeber der Unterfamilie Barben(Barbinae).
Sie hat einen lang gestreckten Körper mit auffallend großen Flossen, der es ihr ermöglicht, in stark strömenden Gewässern zu leben. Ihr Körper ist mit kleinen Schuppen besetzt. Die Flussbarbe hat ein rüsselartiges, unterständiges Maul und vier dicke Bartfäden (je zwei an Oberlippe und Unterlippe) was sie als Grundfisch ausweist. Der Rücken der Flussbarbe ist graugrün, die Seiten goldgelb schimmernd. Der Bauch ist wie bei allen Arten der Barben weiß, die Flossen graugrün bis rötlich. Die sogenannten Schlundzähne sind bei der Barbe "dreireihig" angeordnet, im Gegensatz zweireihig bei den meisten anderen Cypriniden. Sie kann bis zu 90 cm lang und 10 Kilogramm schwer werden. Doch im Durchschnitt wird sie 30 bis 50 cm lang und 1-3 kg schwer. Die Flussbarbe ist ein typischer Grundfisch, der sich in starken Strömungen wohlfühlt. Sie bevorzugt steinig-sandigen Untergrund und ist namensgebend für die Barbenregion der Flüsse.Die Barbe lebt gesellig und hält sich meist in Bodennähe, in starker Strömung auf. Sie geht nachts auf Nahrungssuche und ernährt sich von Fischlaich, Insektenlarven, Muscheln, Schnecken, Würmern und in geringem Maße von pflanzlicher Kost. Größere Barben stellen auch kleinen Fischen nach. Die Fische überwintern in großen Gruppen unter Wurzeln oder an strömungsarmen Stellen der Flüsse.Zur Laichzeit, die in die Monate Mai bis Juli fällt, ziehen die Barben in Schwärmen flussaufwärts. Die Abgabe der leicht klebrigen Eier (Durchmesser 2 mm; 3000-9000 Stück) erfolgt an flachen, kiesigen Stellen.
Angeltechniken: Der Rogen der Barbe und das ihn umgebende Bauchfleisch sind für Menschen beim Verzehr gesundheitsschädlich. Das Rotauge Das Rotauge (Rutilus rutilus), auch Plötze oder Schwal genannt, ist ein Fisch aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae).
Sie hat einen hochrückigen, seitlich abgeflachten Körper und im Gegensatz zur Rotfeder (mit der sie oft verwechselt wird), sind Bauch- und Rückenflosse auf einer Höhe (bei der Rotfeder ist die Bauchflosse leicht vorgezogen).Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist das Maul, das bei der Plötze unterständig und bei der Rotfeder leicht oberständig ist.Die Flanken sind silbern mit leicht gelblichem Schimmer,die Oberseite ist grünlich, die Bauchseite weiß bzw. während der Laichzeit auch oft leicht rötlich. Augen und Flossen sind ebenfalls rot.Durchschnittlich werden Rotaugen 15 - 25 cm groß, maximal bis 45 cm und bis zu 1,5 kg schwer. Sie wachsen jedoch sehr langsam und können bis zu 12 Jahre alt werden.Rotaugen halten sich meist in dicht mit Pflanzen bewachsenen ufernahen Bereichen ihrer Wohngewässer auf. Die Nahrung der Plötze besteht einerseits aus verschiedenen Wasserpflanzen wie z.B. Wasserpest, Tausendblatt (Myriophyllum), Wasserlinsen und Armleuchteralgen (Characeae) und andererseits und hauptsächlich aus diversen Kleintieren wie Plankton, Würmer, Insektenlarven, Insekten, kleinen Schnecken und Muscheln. Sie laichen von April bis Mai. Die Männchen bekommen einen Laichausschlag in Form von perlenartigen Auswüchsen auf dem Kopf. Es werden 50.000 bis 100.000 (bezogen auf 1000 g Körpergewicht), 0.9 Millimeter große, klebrige Eier auf Steinen, Holz oder in Pflanzenbestände gelegt. Die Larven schlüpfen nach 4 bis 10 Tagen und haften zunächst am Substrat. Erst nachdem sie den Dottersack-Vorrat aufgebraucht haben, schwimmen sie frei.
Fangmethoden: Die gebräuchslichste Angelart auf Rotaugen stellt die Posenfischerei dar, wobei es jedem selbst überlassen bleibt ob er mit der unberingten oder der beringten Rute fischen möchte, nur sollte das Gerät fein sein. Grundvoraussetzung für eine reiche Beute ist auch wieder das Anfüttern während der Angelsitzung. Zur Taktik: Das Rotauge frisst zunächst am Grund, kann aber dann im Verlauf der Angelsitzung bis ins Mittelwasser aufsteigen, also mit abgestufter Bebeleiung angeln, damit der Hakenköder natürlich absinkt und schon im Sinken auf Bisse achten. Kapitale Exemplare stehen fast immer außerhalb des Schwarms und weiter vom Ufer ab. Die gebräuchlichsten Hakenköder sind Maden, Pinkies und Mehlwürmer, Rotaugen verschmähen aber auch Mais, Brot und Würmer nicht. Topköder sind gequollener Hanf und gefärbte Maden (besonders rote in Kombination mit weissen). Als Anfutter genügt Paniermehl mit einigen Exemplaren des späteren Hakenköders. Da Rotaugen es würzig lieben, kann man dem Anfutter Spekulatius- oder Lebkuchengewürz zufügen. Eine Besonderheit stellt das Fischen mit der Fliegenrute auf Rotaugen dar, wobei hier hauptsächlich Trockenfliegen zum Einsatz kommen, um steigenden Rotaugen nachzustellen. Die Rotfeder Die Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus), auch als Unechtes Rotauge, Rötel oder Rotblei bekannt, ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische.
Die Rotfeder hat eine Größe von 20-30 Zentimeter, max. bis 50 cm. Gewicht: 250–300 g, max. 2–3 kg. Körperform: Rotfedern haben einen hochrückigen, seitlich abgeflachten Körper. Die Bauchkante ist zwischen Bauchflossen und After gekielt. Flossen: Das Vorderende der Rückenflosse liegt deutlich hinter dem Bauchflossenansatz. Die Brustflossen haben 16–17 Strahlen, die Rückenflosse hat 10–12 und die Afterflosse 12–14 Strahlen. Schuppen: Die Rotfeder besitzt 40–43 große Rundschuppen entlang der Seitenlinie. Färbung: Rücken und Kopfoberseite sind graugrün bis braungrün gefärbt. Die Flanken sind heller und glänzen messingfarben. Die Bauchseite ist silberfarben. Bauchflossen, After- und Rückenflosse sind orangefarben bis blutrot, am Ansatz bräunlich bis grau . Die Rotfeder wird oft mit dem Rotauge verwechselt.
Geeignete Angelmethode: Posenangeln mit dünnen Posen, Oberflächen- oder langsam sinkende Köder; gezieltes Fliegenfischen (gut gefettete Trockenfliegen) ist möglich. Matchruten von 3 bis 4 m Länge, vorgebleite Waggler, kleinere Stationärrolle mit 18er bis 20er Schnur, Haken Größe 14 bis 18. Empfohlene Köder: Wurm (Mistwürmer), Maden, Brot und Mais Der Zander Der Zander auch Sander, Schill, Hechtbarsch, Zahnmaul oder Fogasch genannt, gehört zur Familie der Barsche (Percidae).
Er hat einen langgestreckten, spindelförmigen Körper. Die Rückenflosse ist, wie für Barschartige typisch, unterteilt in einen vorderen Teil mit Stachelstrahlen und einen völlig abgesetzten hinteren Teil mit Gliederstrahlen. Der Kopf ist zugespitzt, das Maul tief gespalten. Darin stehen ungleichmäßig die langen, spitzen Fangzähne neben kleinen Bürstenzähnen. Der vordere Rand des Kiemendeckels ist gezähnt. Der Körper trägt kleine Schuppen. Er ist auf dem Rücken grünlichgrau, gegen den Bauch hin silberweiß, oberseits streifig, braun gewölkt, auch dunkel gebändert, auf den Kopfseiten braun marmoriert und auf den Flossen schwärzlich gefleckt.Der Zander lebt als Raubfisch in langsam fließenden Flüssen, Seen und Haffen Europas. Er findet sich bei uns im Elbe-, Oder- und Donaugebiet und inzwischen durch Besatz auch im Rhein-, Mosel- und Wesergebiet. Er lebt in tieferen Wassern und wächst sehr schnell. Die mittlere Länge beträgt 40 - 50 Zentimeter. In seltenen Fällen wird er bis 1,20 m lang und erreicht dabei ein Gewicht von bis zu 19 kg. Er kann 10 bis 20 Jahre alt werden. Die Nase (Chondrostoma nasus), auch Näsling, Schnabel oder Blaunase genannt, gehört zur Familie der Karpfenfische (Cyprinidae).
Die Nasen werden 25 bis 40 Zentimeter groß und erreichen ein Gewicht von bis zu 1000 Gramm. Seltener werden einzelne Exemplare auch 50 Zentimeter groß und 2000 Gramm schwer. Der Körperbau ist spindelförmig bis rundlich, seitlich kaum abgeflacht. Ihren Namen verdanken sie ihrem weit unterständigen Maul, das ihre Kopfspitze wie eine stumpfe Nase aussehen lässt. Die Maulspalte verläuft quer, die Unterlippe ist scharfkantig und verhornt. Der Rücken ist graublau bis graugrün gefärbt und glänzt metallisch, die Seiten glänzen silber, der Bauch ist gelblichweiß.
Die Rückenflosse ist 12-, die Afterflosse 13- bis 14-strahlig. Brust-, Bauch- und Afterflossen sind gelblichrosa bis violett gefärbt.Nasen sind als typische Schwarmfische in schnell fließenden Gewässern mit Sand- und Kiesgrund Mittel- und Osteuropas in der Barben- und Äschenregion verbreitet. Sie gelten als Hauptfische des Rheins und der Donau und kommen zumindest in der oberen Donau von Donaueschingen bis Sigmaringen und in der unteren Isar von Plattling bis zur Isarmündung in die Donau noch sehr häufig vor, aber auch flussabwärts in Nebengewässern, wie beispielsweise im Wiener Donaukanal. Auch in Oder und Weichsel kann man den Fisch vorfinden. Häufig ist die Nase auch im unteren Neckar zwischen Heidelberg und Mannheim. Im Bodensee und seinen Zuflüssen gibt es nur noch vereinzelte Vorkommen. Die Brasse Die Brachse, auch Brachsen, Brachsme, Brasse, Bresen oder Blei genannt, (Abramis brama) ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae).
Die 30 bis 50 cm (Ausnahmefische bis 85 cm) langen und bis zu 7 kg schweren Brachsen sind seitlich sehr stark abgeflacht und hochrückig, das stumpfe Maul ist leicht unterständig, die Augen verhältnismäßig klein. Auffällig ist die grünlich glänzende, schwarze bis bleigraue oder bleiblaue Färbung auf dem Rücken, der die Fische den Namen Blei verdanken. Die Seiten glänzen metallisch, der Bauch ist weißlich mit Perlmuttglanz. Bei älteren Brachsen kommt ein lichter Bronze- oder goldgrüner Ton durch.
Die Schuppen sind stark mit Schleim bedeckt. Die Rückenflosse ist 12-, die Afterflosse 26- bis 31-strahlig. Bis auf die Brustflossen sind die Flossen dunkelgrau, die mittelgrauen Brustflossen der Brachsen sind lang und reichen angelegt bis an den Ansatz der Bauchflossen heran. Dadurch unterscheiden sie sich vom Güster (Blicca bjoerkna), mit dem sie manchmal verwechselt werden.
Durch gleichzeitige Laichzeiten vermischen sich Eier und Samen von Blei und Güster (und anderen Weißfischen), dadurch entstehen sogenannte Bastardfische, die sich aber anhand der Anzahl und Verteilung der Schlundzähne unterscheiden lassen.
Die Brachsen können unter idealen Bedingungen ein Alter von etwa 16 Jahren erreichen.Brachsen können unter idealen Bedingungen bis maximal 85 cm und über 8 kg schwer werden, so auch der dt. Rekordfisch, gefangen im Jahr 2000. Die größten Brachsen Deutschlands werden regelmäßig im Ismaninger Speichersee bei München, im Wertach-Stausee bei Schwabmünchen, Forggensee und in den Zuflüssen des Bodensees gefangen. Auch in Dänemark und Schweden werden Brachsenfänge bis 15 Pfd. gemeldet. In Norddeutschland gilt die Wilster Au westlich von Hamburg als Geheimtipp für besonders große "Klodeckel"-Brachsen. Zu den besten Brachsengewässern Deutschlands zählen große Stauseen, wie z. B. die Möhnetalsperre oder der Völkermarker Stausee in Österreich. Dort werden regelmäßig große Brachsen gefangen. Rekord-Brachsen gab es auch aus Weser (zweitbestes Brassengewässer Deutschlands neben dem Ismaninger Stausee), Rhein, Isar, Lech, Donau, Elbe, Alz, Segeberger See, Rottach, aus dem Bodensee, dem Großen Plöner See und der Ostsee. Auch in Norddeutschland, in der Lecker Au, wurden Rekord-Brachsen gefangen. Auch kleinere Gewässer wie die Schwalm bei Mönchengladbach können vereinzelt mit 6 kg schweren Brachsen aufwarten.
Großbrachsen werden sowohl in kleinen Kiesgruben als auch in größeren Seen gefangen. Ein geringer Fischbestand, starker Pflanzenbewuchs und ausreichend Raubfische (hauptsächl. Hechte und Barsche), welche den Jungfischbestand stark reduzieren sind ideale Voraussetzungen. Der hohe Raubfischdruck bewirkt, dass nur wenige Brachsen eines Jahrgangs übrigbleiben und somit das vorhandene Nahrungsangtebot voll ausschöpfen können. Nicht nur Brachsen wachsen in diesem Gewässertypus besonders gut ab, sondern auch Karpfen und andere Weißfische wie z.B. Rotaugen. Der relativ flache und sehr nahrungsreiche Ismaninger Speichersee erfüllt all diese Bedingungen und enthält deswegen auch eine hervorragende Brachsenpopulation aus großen und starken Einzeltieren, welche überdurchschnittlich schnell abwachsen und hohe Endgewichte erreichen. Im Alter von 8 Jahren erreichen Brachsen eine Länge von ca. 40/50 cm. Bei einer Länge von 60 cm wiegen Brachsen im Schnitt 3 bis 3,5 kg. Brachsen bevorzugen Gewässer mit schlammigem Grund und Unterwasserpflanzenteppichen, welche Deckung und Nahrung bieten. Kapitale Brachsen ziehen in kleinen Schwärmen oft in größerem Abstand zum Ufer durch das Gewässer und suchen aus Vorsicht meist nur nachts die flacheren Uferbereiche auf. Größere Brachsen findet man häufig an den Abbruchkanten von Landzungen, an der Scharkante oder in flacheren Stauseen im alten Fluss- oder Bachbett. Der Hecht Der Hecht (Esox lucius) ist ein einheimischer Raubfisch und gehört zur Familie der Hechte (Esocidae). Der wissenschaftliche Name Esox lucius heißt ins Deutsche übersetzt „schillernder Wolf“.
Der Hecht hat einen lang gestreckten, walzenförmigen und seitlich nur mäßig abgeflachten Körper. Der relativ lange Kopf hat ein entenschnabelähnliches, oberständiges Maul. Die Rücken- und Afterflosse sind weit nach hinten verlagert und ermöglichen dadurch blitzartige Beschleunigungen und Wendemanöver.
Die Färbung variiert nach dem Lebensraum - der Rücken ist meist grün-bräunlich, die Färbung wird bis zum weißen Bauch immer heller. Die Kiefer sind mit Fang- und Hechelzähnen bewehrt, welche nach hinten gebogen sind. Der Hecht besitzt 110 bis 130 kleine Schuppen entlang der Seitenlinie.
Die Durchschnittsgrößen liegen bei 50 bis 100 cm. Längen bis 150 cm oder Gewichte von über 20 kg sind möglich. Die Maximallänge wird in der Regel nur von Rognern erreicht, die Milchner erreichen meist nicht mehr als 90 cm.
Der Hecht ist ein Standfisch und hält sich gerne in Ufernähe der Fließgewässer, Seen und größerer Teiche auf. Er bevorzugt Schilfränder und ähnliche Deckungsmöglichkeiten. Daneben gibt es aber auch Hechte, die sich im Freiwasser größerer Seen aufhalten und dort zum Beispiel Maränenschwärmen folgen (so genannte „Freiwasserhechte“). Hechte sind auch im Brackwasser zu finden.
Großbrachsen werden sowohl in kleinen Kiesgruben als auch in größeren Seen gefangen. Ein geringer Fischbestand, starker Pflanzenbewuchs und ausreichend Raubfische (hauptsächl. Hechte und Barsche), welche den Jungfischbestand stark reduzieren sind ideale Voraussetzungen. Der hohe Raubfischdruck bewirkt, dass nur wenige Brachsen eines Jahrgangs übrigbleiben und somit das vorhandene Nahrungsangtebot voll ausschöpfen können. Nicht nur Brachsen wachsen in diesem Gewässertypus besonders gut ab, sondern auch Karpfen und andere Weißfische wie z.B. Rotaugen. Der relativ flache und sehr nahrungsreiche Ismaninger Speichersee erfüllt all diese Bedingungen und enthält deswegen auch eine hervorragende Brachsenpopulation aus großen und starken Einzeltieren, welche überdurchschnittlich schnell abwachsen und hohe Endgewichte erreichen. Im Alter von 8 Jahren erreichen Brachsen eine Länge von ca. 40/50 cm. Bei einer Länge von 60 cm wiegen Brachsen im Schnitt 3 bis 3,5 kg. Brachsen bevorzugen Gewässer mit schlammigem Grund und Unterwasserpflanzenteppichen, welche Deckung und Nahrung bieten. Kapitale Brachsen ziehen in kleinen Schwärmen oft in größerem Abstand zum Ufer durch das Gewässer und suchen aus Vorsicht meist nur nachts die flacheren Uferbereiche auf. Größere Brachsen findet man häufig an den Abbruchkanten von Landzungen, an der Scharkante oder in flacheren Stauseen im alten Fluss- oder Bachbett. Der Aal Der Europäische Aal (Anguilla anguilla) ist eine Art der Flussaale und in ganz Europa, Kleinasien und Nordafrika beheimatet.
Er hat einen schlangenförmigen, langgestreckten, drehrunden Körper. Die Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden einen durchgängigen Flossensaum. In der dicken Haut sind sehr kleine Rundschuppen eingebettet. Der europäische Aal hat ein oberständiges Maul, das heißt der Unterkiefer ist etwas länger als der Oberkiefer. Die Färbung auf der Oberseite kann zwischen schwarz und dunkelgrün schwanken, wohingegen die Unterseite von gelb (junger, sog. Gelbaal) bis weiß (erwachsener, sog. Blankaal) variieren kann.
Erwachsene Weibchen können bis zu 150 cm lang und 6 kg schwer werden, Männchen erreichen nur 60 cm Länge. Solche Größen werden aber extrem selten erreicht, und schon ein Weibchen von einem Meter Länge ist ausgesprochen groß.
Aale schlüpfen im Atlantik, in der Sargassosee (in der Nähe der Bahamas). Wegen ihrer Form heißen die Aallarven Weidenblattlarven (Leptocephalus-Larve). Etwa drei Jahre brauchen diese Larven, um von der Sargassosee an die europäischen Küsten zu gelangen. Während man früher annahm, dass sie sich dabei passiv vom Golfstrom tragen lassen, weiß man heute, dass die Larven aktiv schwimmen.
Wenn die Weidenblattlarven in den europäischen Küstengewässern ankommen, wandeln sie sich zu den ca. 7 cm langen Glasaalen. Im Frühjahr schwimmen sie in zum Teil großen Schwärmen von den europäischen Küsten flussaufwärts in die Binnengewässer des Landesinneren. Während dieser Zeit heißen sie „Steigaale“, wegen ihrer gelblichen Bauchfärbung auch „Gelbaale“. In ihren Heimatgewässern wachsen sie die nächsten Jahre zur vollen Größe heran. Weibliche Tiere werden mit 12 bis 15 Jahren geschlechtsreif, männliche bereits in einem Alter von sechs bis neun Jahren. Zum Ablaichen wandern die Tiere im September/Oktober aus den Gewässern des Landesinneren über die Flüsse dahin zurück, wo sie geschlüpft waren: in die Sargassosee. Dabei werden innerhalb eines Jahres teilweise Strecken von über 5000 Kilometern ohne Nahrungsaufnahme gegen den Golfstrom zurückgelegt.
Der Wels Der Europäische Wels oder Flusswels (Silurus glanis) ist der größte reine Süßwasserfisch Europas und neben dem Aristoteleswels (Silurus aristotelis) die einzige europäische Art aus der Familie der Echten Welse (Siluridae). Regional wird er auch als Waller oder Schaidfisch sowie mit zahlreichen Abwandlungen dieser Namen bezeichnet.
Welse sind vorwiegend nacht- und dämmerungsaktive Raubfische, die sich vorwiegend von lebenden und toten Fischen, aber auch von Wirbellosen und gelegentlich von kleinen Wasservögeln und Säugetieren ernähren. Ihre Aktivität ist im Jahresverlauf stark von der Temperatur und der Verfügbarkeit von Beutetieren abhängig und erreicht im Frühjahr nach der Winterruhe sowie im Spätherbst nach dem Ablaichen ein Maximum.
Das Verbreitungsgebiet des Welses erstreckt sich von Mittel- und Osteuropa bis Zentralasien. Dabei werden bevorzugt große Flüsse und Seen mit schlammigem Grund besiedelt, Welse kommen aber auch häufig in Binnenmeeren mit geringem Salzgehalt, wie dem Kaspischen Meer, sowie in Brackwasserbereichen der Ostsee und des Schwarzen Meers vor. Die Art wird seit der Antike befischt und ist heute vor allem in Osteuropa von wirtschaftlicher Bedeutung, wo sie zunehmend auch in Aquakultur gezogen wird. In Mitteleuropa sind Welse dagegen vorwiegend als Sportfische bei Anglern beliebt und wurden deshalb auch in verschiedenen Gebieten, in denen sie ursprünglich nicht vorkamen, angesiedelt. Die Bestände sind heute meist stabil, teilweise aber von Besatz durch den Menschen abhängig.
Welse sind stämmige Fische mit langgestrecktem Körper, großem, breitem Kopf und glatter, schleimiger und vollständig schuppenloser Haut. Der Rumpf ist im vorderen Bereich kräftig gebaut und im Querschnitt rund, hinter dem After seitlich abgeflacht und schlanker. Die Zahl der Rippen liegt bei 72 bis 74. Eine vollständig entwickelte Seitenlinie verläuft entlang der Flanken und weist 70 bis 75 Kanälchen auf. Der Kopf macht mehr als 20% der Gesamtlänge aus und ist breit und abgeflacht mit kleinen, Augen, die seitlich hinter einem Paar langer, knorpelverstärkter und hoch beweglicher Barteln am Oberkiefer sitzen. Zwei Paare kürzerer, unbeweglicher Barteln sitzen am Kinn. Die vorderen Nasenöffnungen treten deutlich hervor und liegen auf Höhe der Oberkieferbarteln zwischen diesen. Die hinteren Nasenöffnungen liegen dicht dahinter und sind gut entwickelt, was auf einen guten Geruchssinn hinweist. Das Maul ist groß, breit und endständig mit, vor allem bei älteren Tieren, vorragendem Unterkiefer und fleischigen Lippen. Die Zähne sind kleine, flache und nach hinten gerichtete Bürstenzähne. Sie sitzen im Unterkiefer in vier oder fünf Reihen, die in der Mitte durch die Kiefernaht geteilt sind. Zähne sitzen auch am Gaumen- und Pflugscharbein sowie an den Kiemenbögen, wo sie besonders klein sind. Die Kiemenöffnung ist groß und tief geschlitzt, ihr häutiger Rand bedeckt die Basis der Brustflossen. Die Kiemen selbst weisen 15 bis 16 Branchiostegalstrahlen auf, die Kiemenreuse 12 Dornen.
Die Rückenflosse ist sehr klein und sitzt am Ende des ersten Körperdrittels. Sie weist einen Hartstrahl und drei bis vier Weichstrahlen auf. Eine Fettflosse ist nicht vorhanden. Die Brustflossen sind groß und kräftig und reichen bis zum Ansatz der Bauchflossen. Sie weisen einen Hartstrahl auf, dessen Vorderseite glatt und dessen hinterer Rand gezähnt ist, sowie 14 bis 17 Weichstrahlen. Die deutlich kleineren Bauchflossen weisen 11 bis 13 Weichstrahlen auf. Die Afterflosse verläuft langgestreckt am stark verlängerten Schwanzstiel und weist 84 bis 92 kräftige Weichstrahlen auf. Sie reicht dicht an die relativ kleine, gerundete und am Ende fast gerade abgeschnitten wirkende, 17- bis 19-strahlige Schwanzflosse heran, die beiden Flossen sind aber nicht verbunden.
Die Färbung ist relativ variabel und meist dem Lebensraum angepasst, so dass ruhende Welse gut getarnt sind. Die Körperoberseite ist meist dunkel mit grauer Grundfärbung, die von schwärzlich oder blauschwarz über dunkelbraun bis dunkelolivgrün variieren kann. Die Seiten sind heller und weisen gelegentlich einen violetten Schimmer auf. Über der Grundfärbung liegt meist eine wolkige bis tüpfelartige Marmorierung. Der Kopf ist dunkler gefärbt und einfarbig glänzend, der Lippensaum kann heller sein. Der Bauch ist hell bis weißlich, manchmal leicht rötlich und kann einfarbig oder scheckig sein. Die paarigen Flossen sind meist dunkel gelbbraun, braunrot bis bräunlich, die unpaaren Flossen bläulich schimmernd und violett angelaufen. Neben den normal gefärbten Tieren kommen auch einfarbig schwarzblaue oder albinotische Individuen vor.
Der Flussbarsch Der Flussbarsch, der auch Kretzer, Bürschling oder Egli genannt wird, ist einer der von Anglern am meisten gefangenen Fischarten. Er kommt in fast gesamt Europa vor und ist in vielen Gewässern beheimatet. Man kann dem Flussbarsch mit der Spinnangel ebenso nachstellen wie mit einem Wurm an der Pose. Sein Fleisch ist fest und schmackhaft und hat relativ wenig Gräten.
Merkmale: Der Barsch hat einen gedrungenen und im Alter an der Basis breiter Körper, er hat eine grün bis olivgrüne Färbung und fünf bis neun Querbinden an den Seiten. Die Bauchseite ist weißlich, die Rückenpartie dunkel. Er hat wie alle Barschartigen zwei Rückenflossen, die vordere ist mit Stachelstrahlen versehen und am Ende der ersten Rückenflosse ist dunkler Fleck. Der Barsch hat brustständige Bauchflossen, die wie die Afterflossen eine leuchtend rote Färbung aufweisen. Am Ende der spitz nach hinten auslaufenden Kiemendeckel hat der Flußbarsch einen kleiner Dorn. Er hat sehr feste und relativ kleine Schuppen und eine recht dicke und wiederstandsfähige Haut. Der Barsch hat ein endständiges und bis zur Mitte der Augen gespaltenes Maul mit kleinen Zähnen. Lebensraum & Verbreitung: Vermehrung: ![]() Nahrung: Größe & Alter: Angelköder: Angelmethoden: Der Rapfen Der Rapfen oder Schied (Aspius aspius) ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae).
Aussehen: In der Regel wird der Rapfen zwischen 10 und 80 Zentimeter groß, aber auch eine Länge von 120cm wurde bereits gesichtet. Sein Durchschnittgewicht beträgt 3 bis 5 Kilo, in Ausnahmefällen sind auch 6 Kilo möglich. Seine Form ist stromlinienförmig, dabei ist der Rapfen jedoch sehr kräftig und sein sehr großes und zahnloses Maul reicht bis unter das Augen. Die tief eingeschnittene Maulspalte ist dabei oberständig, mit einem nach oben gezogenen Laichzeit: Unterkiefer, der eine hakenförmige Andeutung besitzt. Die Augen sind sehr klein und tiefliegend. Des weiteren hat der Rapfen eine sehr weit geschnittenen Schwanzflosse, eine hohe Rückenflosse und eine spitz zulaufenden Brustflosse. Auf dem Rücken ist er grünlich und an den Seiten silbrig eingefärbt. Da Rapfen 137 Zwischenmuskelgräten haben sind sie als Speisefische nicht besonders beliebt. Junge Rapfen sind dem Moderlieschen (Leucaspius delineatus) sehr ähnlich, haben aber im Gegensatz zu dieser Art eine vollständige Seitenlinie, ein größeres Maul und kleinere Augen. Ausgewachsen kann der Rapfen schnell mit forellenartigen Fischen verwechselt werden. Er unterscheidet sich hierbei dadurch, dass forellenartige Fische eine zweite Rückenflosse, die sog. Fettflosse, besitzen und seine Schuppen oft wesentlich kleiner sind. In jungen Jahren lebt der Rapfen als typischer Friedfisch, ernährt sich aber mit zunehmendendem Alter räuberisch und ist dabei ein typischer Oberflächenjäger. Somit ist er der einzige europäische Räuber in unseren heimischen Gewässern, der keine Zähne hat. Die Geschlechtsreife beginnt zwischen dem 4. und 5. Lebensjahr. Die Weibchen legen ihre 80.000 bis 1 Million klebrige Eier an stark überströmten Kiesbänken ab. Die Laichzeit geht von April bis Juni, wobei das Männchen, wie viele Karpfenfische, in dieser Zeit eine starken Laichausschlag zeigt. Durch die Strömung werden die nach ca. 2 Wochen schlüpfenden Jungfische in ruhigere Wasserzonen getragen. Dort ernähren sie sich anfangs von tierischem Plankton, jedoch bereits ab der 12. Woche ernähren sie sich von anderen Fischen. Ein Rapfen wächst sehr schnell und ist bereits nach einem Jahr ca.500g schwer. Lebensraum: Von seinem Ursprung her lebt der Rapfen in großen Seen, die mit Flüssen in Verbindung stehen. Der heutige Lebensraum des Rapfen sind die strömungsreichen Flüsse Mitteleuropas, östlich des Rheins und in Osteuropa bis hin zur Wolga. Teilweise kommt der Rapfen auch in Brackwasserregionen der Ostsee vor. Im südlichen Raum kommt er im Stromgebiet der Donau vor und in Norden ist es Südschweden und der Süden Finnlands. Sein ursprünglicher Lebensraum war der Osten, wobei er durch den Bau des Rhein-Main-Donaukanals nach Westeuropa eingewandert ist. In viele großen Seen ist er jetzt wieder eingesetzt worden. Der Rapfen fühlt sich besonders in schnell fließenden Gewässern mit einer starken Strömung wohl. In jungen Jahren findet sich der Rapfen mit seinesgleichen zusammen, während der im fortgeschrittenen Alter eher zu einem Einzelkämpfer wird. Junge Rapfen ernähren sich von Zooplankton, dann von Wasserinsekten und anderen wirbellosen Tieren. Wird der Rapfen älter bevorzugt er eine einzelgängerische Lebensweise und ernährt sich von Kleinfischen aller Art. In diesem Lebensabschnitt bewohnt er uferferne Freiwasserzonen, daher ist von seiner Biologie nur wenig bekannt. Jedoch wurden Wanderungen von über 160 Kilometer an markierten Fischen beobachtet. Da der Rapfen einen sehr großen Raumbedarf hat, ist er besonders von der Gewässerverbauung betroffen. Die strömungsreichen und kiesigen Abschnitte, die er zum Laichen unbedingt benötigt, werden immer seltener. Des weiteren gefährdet die stark verringerte Restwasserführung, in Verbindung mit dem Schwallbetrieb von Kraftwerden, seinen Lebensraum erheblich. Um den Fortbestand zu gewährleisten, muss erreicht werden, dass ein Rapfen alle Lebensräume, die er im Laufe seines Lebens benötigt, erreichen kann. Dies ist möglich, durch das Vorkommen von nicht entfernbaren Querbauwerken, die mit Wanderhilfen ausgestattet werden müssen, die dann in beide Richtungen durchlässig sind. In größeren Fließwässern sind diese Querbauwerke zu finden. Die natürliche Dynamik der Fließgewässer trägt zudem auch zur Erhaltung der noch vorhandenen Laichplätze der Rapfen bei. Angelmethoden: Die beste Fangzeit für den Rapfen ist von Mai bis September. In den frühen Morgen- oder den späten Abendstunden, bei 10 bis 36 Grad sind die Chancen am höchsten. Im Sommer sind Rapfen an der Oberfläche zu sehen, da sie dort Kleinfische jagen und diese an der Wasseroberfläche zusammentreiben. Das Klatschen auf die Wasseroberfläche verrät sofort, dass es sich um einen Rapfen handelt. Jedoch sind Rapfen nicht besonders leicht zu fangen, da sie extrem misstrauisch sind und schon bei kleinsten Geräuschen oder Schattenwürfen flüchten. Ist ein Rapfen einmal am Haken, unternimmt er alles Möglich um zu flüchten, was ihm auch meistens gelingt. Die geeignete Angelmethode ist daher das Spinnfischen mit einer Angel mit mittlerer Spinnausrüstung und einer Stationärrolle mit einer hohen Übersetzung, da ein schnelle Einholen des Köders möglich sein muss. In die Montage sollte ein Wirbel eingeknotet werden, da die Schnur sehr schnell eintüddeln kann. Rapfen lieben Kontraste, daher ist z.B. ein rot-weißer Köder ein sehr geeignete Farbe. Empfohlene Köder sind hierbei schlanke Löffelblinker oder Küstenwobbler. Da sich Rapfen im Herbst in tiefere und uferferne Bereiche zurückziehen, sollten in dieser Jahreszeit schwerere Köder zum Einsatz kommen. Durch die vielen Gräten ist ein Rapfen als Speisefisch nicht besonders beliebt, jedoch ist er ab einer gewissen Größe durch zum Verzehr geeignet. Sein Fleisch ist allerdings nur von einer durchschnittlichen Qualität. Der Döbel Der Döbel (Leuciscus cephalus), auch Alet, Eitel oder Aitel (letzteres vor allem in Bayern), ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Zu dieser Fischgruppe gehören etwa 1500 Arten.
Merkmale: Der 40 bis 60 (max. 70cm, bis 5kg schwer) Zentimeter lange Döbel hat einen gestreckten und seitlich abgeflachten, torpedoförmigen Körper. Der Kopf ist sehr groß und das endständige Maul breit. In seinem Habitus ähnelt er dem Aland (Leuciscus idus), hat aber größere Schuppen mit einer dunklen Umrandung, die eine netzartige Zeichnung ergeben, und eine nach außen gebogene Afterflosse. Der Rücken und die Flanken sind silbern bis golden, die Bauch- und Brustflossen rötlich gefärbt. Die Fettflosse fehlt. Lebensraum: Der Döbel, als Süßwasserfisch, lebt in stark strömenden Flüssen und meist oberflächennah. Dabei bevorzugt er allerdings strömungsarme Bereiche hinter Steinen oder in Buchten. Er ernährt sich von Insekten und anderen Kleintieren, manchmal auch von Pflanzen. Größere Exemplare fressen außerdem kleinere Fische und Amphibien. Die Laichzeit liegt im April bis Juni und die Tiere legen dann etwa 100.000 Eier an Pflanzen oder in den KiesgrundDer Döbel ist in fast ganz Europa mit Ausnahme Schottlands, Irlands und dem Norden Skandinaviens zu finden.In manchen deutschsprachigen Regionen wird der Döbel auch "Aitel" (Österreich, Bayern) oder "Alet" (Alemannisch, z.B. am Bodensee und in der Schweiz), genannt. Ein weiterer Name ist "Rohrkarpfen".
Nahrung: Der Döbel wird zwar zu den „Friedfischen“ gezählt, weil er als Karpfenfisch keine Zähne im Maul hat, aber in Wirklichkeit ist er ein Allesfresser. Neben Algen und Wasserpflanzen zählen auch Wasserinsekten, deren Larven, Schnecken, Muscheln und Würmer zu seiner Nahrung. Je älter er wird, desto mehr verlegt er sich auch auf die jagd nach Kleinfischen. Dölbel schlagen auch gelegentlich einmal eine Maus, die im Wasser schwimmt. Unter Anglern ist zudem bekannt, dass Döbel auch sehr gut mit Früchten zu fangen sind. Sehr beliebt bei Döbeln sind süße Kirschen, Pflaumen, Weintrauben aber auch Holunderbeeren. Dabei ist es unerheblich, ob der Fisch diese Früchte natürlicherweise in seinem Gewässer, von Bäumen und Sträuchern ins Wasser gefallen, findet. Günstigste Fangzeit: Sommer,jedoch auch ganzjährig,wenn entsprechende Angelmethoden. Angelmethoden: Grund-,Spinn- und Flugangelei Der Karpfen Der Karpfen (Cyprinus carpio) ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische(Cyprinidae). Zu dieser Fischgruppe gehören etwa 2500 Arten.
Merkmale: Lebensraum & Verbreitung:
Vermehrung:
Nahrung: Größe & Alter:
Angelköder: Angelmethoden:
Anmerkungen: Die Schleie Die Schleie (Tinca tinca; auch der Schlei) gehört zu den Karpfenartigen (Cypriniden) und lebt überwiegend am Grund langsam strömender oder stehender Gewässer.
Merkmale: Die Schleie ist ein gedrungener, kleinschuppiger Fisch. Der Grundton ist dunkel oliv. Sie hat einen teilweise fast schwarzen Rücken, einen goldenen Schimmer an den Flanken und einen grüngelblichen bis weißlichen Bauch. Die Augen sind klein und haben eine goldrote Iris. Das Maulspalte ist kurz und endständig, mit zwei kurzen Barteln an den Mundwinkeln. Die Flossen sind dunkel und gerundet. Die Schwanzflosse ist nur mäßig gekeilt. Die Bauchflossen der Milchner überragen das Waidloch. Zudem ist der zweite Flossenstrahl verdickt. Das dient als äußeres Unterscheidungsmerkmal zu Milchnern!Selten kommt es zur Farbvarietät der Goldschleie. Ihr fehlen dann Farbpigmente in der Haut. Dabei handelt es sich aber um keinen Albinismus.Die Haut ist von einer sehr ausgeprägten Schleimschicht überzogen.Entlang der Seitenlinie hat sie 95 – 100 Schuppen.Schlundzahnformel: 4(5)-5 Lebensräume: Die Schleie kommt mit einigen wenigen Ausnahmen in ganz Europa und im gemäßigten Asien vor. Sie lebt bevorzugt in stehenden, pflanzenreichen und weichgründigen Gewässern vor. In Flüssen bevorzugt sie die Bereiche mit möglichst geringer Strömung. Als relativ anspruchsloser Fisch findet sie auch in kleinen und sauerstoffarmen Gewässern ihr Auskommen. Sie verfügt über die Fähigkeit zur Kälte- und Hitzestarre, die es ihr ermöglicht auch kurzfristigen, extremen Mangel an Sauerstoff zu überleben. Daher kommt sie oft in Gemeinschaft mit Karauschen als einzige Art in kleinen und kleinsten Gewässern vor. Sie ist ein sehr deckungsliebender Fisch und deshalb fast ausschließlich in, oder an Wasserpflanzen zu finden.Die Schleie neigt sehr stark zur Verbuttung. Bei hoher Bestandsdichte und gleichzeitig geringem Nahrungsangebot bleibt sie kleinwüchsig und bildet Hungerformen aus. Diese Schleien sind dann bei einer Größe ab 10 cm geschlechtsreif und wachsen auch kaum noch ab. Als ebenfalls nacktaktive Fische steuern Welse diesem Prozess entgegen. Größe: Im Schnitt 20 – 30 cm. Maximal sind 70 cm bei 10 kg möglich. Laichzeit: Abhängig vom Gewässer laichen Schleien in kleinen Trupps in der Zeit zwischen April und Juni. Ausschlaggebend ist dafür eine Temperatur von mindestens 18°C. Die Rogner legen dabei bis zu 300.000 klebrige Eier an Wasserpflanzen ab. Die Dottersacklarven schlüpfen nach 45 Tagesgraden und heften sich sofort danach mit einem am Kopf befindlichen, klebrigen Drüsenfeld an den Wasserpflanzen an. Damit verhindern sie, wie viele andere Arten die über schlammigen Grund laichen, dass sie absinken und im weichen Substrat ersticken. Jungschleien verbringen ihr ganzes Dasein ausschließlich im Schutz dichter Vegetation, wo sie Schutz und Nahrung finden. Dieses Verhalten verliert sie auch im Lauf ihres Lebens kaum. Erst adulte Exemplare verlassen gelegentlich in kleineren Trupps die Deckungen zur Nahrungsaufnahme. Nahrung: Schleien ernähren sich hauptsächlich von Kleinlebewesen, aber auch von Schnecken und Algenaufwuchs. Gerne nehmen sie Nährtiere von der Unterseite von Schwimmblattpflanzen ab. Beim Fressen hinterlassen sie im Boden oft kleine Fraßtrichter, die entstehen, wenn sich die Fische senkrecht mit dem Kopf nach unten in den Schlamm wühlen. Dieses Verhalten ist arttypisch. Fangmethoden & Fangplätze: Schleien gelten als ausgesprochene Grundfische und werden demzufolge vorzugsweise mit Grundmontagen befischt. Der feinen Posenmontage ist hierbei der Vorzug zu geben. Sie ist sensibler und führt bei diesem besonders vorfachscheuen Fisch besser zum Fangerfolg. Zudem lässt sich die Schleie sehr viel Zeit, den Köder zu prüfen. Der Zeitpunkt für den Anhieb lässt sich mit der Pose so leichter bestimmen. Beim Fischen mit dem Bodenblei, oder dem Futterkorb ist der Schwingspitze der Vorzug zu geben. In Gewässern, die viel mit Boilies auf Karpfen befischt werden, sind auch kleine (8 – 10 mm) Boilies teilweise sehr erfolgreich.Ihre Lebensgewohnheiten entsprechend liegen die Fangplätze in, b.z.w. in der unmittelbaren Nähe von Wasserpflanzen. Das Vorhandensein von fressenden Schleien erkennt man oft an feinen Gasbläschen, die sich beim Gründeln vom Boden lösen und wie in perlendem Sekt an die Oberfläche steigen. Der Aland Der Aland (lat. Leuciscus idus), auch Orfe oder Nerfling genannt, ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Zu dieser Fischgruppe gehören etwa 1500 Arten.
Merkmale: Der Aland sieht ein bißchen so aus, wie eine Kreuzung zwischen Döbel und Rotauge. Er hat einen gebogenen graublauen Rücken, silberfarbene Seiten und einen weißen Bauch. Die goldene Variante des Alands, die Goldorfe, wird in manchen Teichen als “zahmer” Zierfisch gehalten, die Färbung der Goldorfe variiert zwischen Blaßgelb und tiefem Orange.
Lebensräume: Der Aland kommt in ganz Mittel- und Osteuropa vor und westlich bis zum Rhein sowie nördlich der Alpen. Seine natürlichen Verbreitungsgrenzen liegen im Norden etwa am Polarkreis und reichen im Osten weit nach Sibirien hinein. Sie sind Schwarmfische und lieben fließende Bereiche der Barben- und Brachsenregion, aber auch in manchen Seen sind sie heimisch. Unter allen Weißfischen ist der Aland gegenüber Salzwasser am unempfindlichsten, daher wird die Art auch im Ostseeraum im Brackwasser und sogar direkt in den Küstengewässern angetroffen.Der Aland bevorzugt größere Fließgewässer, wie Flüsse, und Seen, wobei er sich dort Schwarmweise aufhält. Er ist nicht nur ein Süßwasserfisch, sondern hält sich auch im Brackwasser von Meeren auf. Er bewohnt die oberen Wasserschichten und hält sich gern in Ufernähe auf. Besonders im Frühjahr wandert der Aland flussaufwärts zu geeigneten Laichgründen. Auffallend ist sein Laichverhalten im Frühjahr. Größe: Der Aland kann eine Größe von 70 - 80 cm erreichen und bis zu 4 kg schwer werden. Sie werden ca. 10 Jahren alt. Laichzeit: Der Aland laicht im Zeitraum von April - Juni. Dann sammeln sich die geschlechtsreifen Fische, um in großen Schwärmen kurze Strecken flussaufwärts zu ihren Laichgründen zu wandern. Unter heftigen Paarungsspiele werden an sandig-kiesigen Flachwasserstellen am Ufer ca. 40.000 - 100.000 Eier abgelegt, die besamt werden. Die klebrigen Eier sinken zu Boden und haften am Unterbodenbewuchs. Die Jungen schlüpfen nach 2 - 3 Wochen und verlassen später die Laichgründe, um in ruhige Flussbereiche heranwachsen. Die Jungfische wachsen langsam und sind nach ca. 3 Jahren erst 18 -20 cm lang. Mit ca. 5 Jahren erreichen sie die Geschlechtsreife. Nahrung: Die Fische ernähren sich von Würmern, Flohkrebsen, Insektenlarven und anderen Weichtieren. Größere Exemplare fressen auch Fischbrut und Jungfische. Fangmethoden: Posenangeln und leichte Ausrüstung mit dünnen Schnüren von 2,5 kg Tragkraft. Angelköder: Maden, Würmer und Brotstücke. Im Sommer auch mit der Fliegenrute und Trockenfliege. Beste Fang- und Beißzeiten sind die Monate März/April und Juni bis September Die Kessler-Grundel Die Kessler-Grundel (lat. Neogobius kessleri).
Merkmale: Schmaler , seitlich zusammengedrückter Körper mit flachem großem Kopf und großem Maul . Die Bauchflossen sind zu einer Saugscheibe zusammen gewachsen . Die Färbung geht von Marmoriert bis Braun . Milchner sind zur Laichzait fast Schwarz gefärbt.Körper deutlich beschuppt, keine Seitenlinie, Kopf breit und relativ flach (ähnlich der Koppe, jedoch deutlich länger als breit), großes, tief gespaltenes Maul, Unterkiefer vorstehend, Maulspalte erreicht Augenmitte, eher kleine, hoch sitzende Augen, Bauchflossen sind zu einem »Saugtrichter« verwachsen. Die Kesslergrundel ist übrigens nicht mit dem Kesslergründling verwandt.
Lebensräume: Mit dem Ballstwasser der Frachtschiffe gelangten diese "Neozoen" bis nach Nordamerika , wo sie mehrere große Seen besiedelten und den dort heimischen Fischarten arg zusetzen . Um 1900 wurde die Grundel auch in Europa nachgewiesen . Die Donau wurde als Erstes erobert . Durch die Eröffnung des Rhein-Main-Donau-Kanals wurden neue Wege für diese "Neozoen" geschaffen . Die Donau ist bis Bayern , der Rhein von den Niederlanden bis Mündung Main und die Mosel von Koblenz bis Frankreich von diesen "fremden Fischen" besiedelt.
Größe: Größe bis 20 cm Laichzeit: Die Laichzeit ist ab April in allen Gewässern . Sie sind Kieslaicher . Nahrung: Höckerflohkrebse , andere Kleintiere wie Maden , Würmer , Laich und kleine Fischchen.
Herkunft: Die Ursprüngliche Heimat der Kesslergrundel ist die Brackwasserzone des Schwarzen - und des Kaspischen Meeres sowie deren Zuflüsse . Gefährdung: Eine Gefährdung für die vorkommenden Arten von Grundeln besteht definitiv nicht , da sie sich explosionsartig vermehren . Auf Grund ihres Massenauftretens stellen sie eher noch eine Gefährdung dar !
| |
| © Josef Schmitt | |