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Die Barbe

Die Barbe auch Flussbarbe, Barbel oder Pigge (Barbus barbus) genannt, ist ein einheimischer Süßwasserfisch aus der Familie der Karpfenfische(Cyprinidae), und Namensgeber der Unterfamilie Barben(Barbinae).

Bild Barbe

Sie hat einen lang gestreckten Körper mit auffallend großen Flossen, der es ihr ermöglicht, in stark strömenden Gewässern zu leben. Ihr Körper ist mit kleinen Schuppen besetzt. Die Flussbarbe hat ein rüsselartiges, unterständiges Maul und vier dicke Bartfäden (je zwei an Oberlippe und Unterlippe) was sie als Grundfisch ausweist. Der Rücken der Flussbarbe ist graugrün, die Seiten goldgelb schimmernd. Der Bauch ist wie bei allen Arten der Barben weiß, die Flossen graugrün bis rötlich. Die sogenannten Schlundzähne sind bei der Barbe "dreireihig" angeordnet, im Gegensatz zweireihig bei den meisten anderen Cypriniden. Sie kann bis zu 90 cm lang und 10 Kilogramm schwer werden. Doch im Durchschnitt wird sie 30 bis 50 cm lang und 1-3 kg schwer. Die Flussbarbe ist ein typischer Grundfisch, der sich in starken Strömungen wohlfühlt. Sie bevorzugt steinig-sandigen Untergrund und ist namensgebend für die Barbenregion der Flüsse.Die Barbe lebt gesellig und hält sich meist in Bodennähe, in starker Strömung auf. Sie geht nachts auf Nahrungssuche und ernährt sich von Fischlaich, Insektenlarven, Muscheln, Schnecken, Würmern und in geringem Maße von pflanzlicher Kost. Größere Barben stellen auch kleinen Fischen nach. Die Fische überwintern in großen Gruppen unter Wurzeln oder an strömungsarmen Stellen der Flüsse.Zur Laichzeit, die in die Monate Mai bis Juli fällt, ziehen die Barben in Schwärmen flussaufwärts. Die Abgabe der leicht klebrigen Eier (Durchmesser 2 mm; 3000-9000 Stück) erfolgt an flachen, kiesigen Stellen.

Bild Barbe 2

Angeltechniken:
Die Barbe ist aufgrund ihrer ausdauernden und heftigen Gegenwehr bei häufig schon fortgeschrittener Grösse ein bei einzelnen Fischern sehr beliebter Angelfisch. Bei richtiger Zubereitung schmeckt auch das Fleisch ausgezeichnet. Die Barben werden meistens beim Grundbleifischen mit gelben Nymphen, Bienenmaden, Mehlwürmern oder Speck gefangen. Wichtig dabei ist eine kräftige Rute mit genügend starker Schnur, um auch Kapitale sicher drillen zu können. In ruhigen Gewässerabschnitten kann auch das leichte Zapfenfischen sehr erfolgreich sein.

Der Rogen der Barbe und das ihn umgebende Bauchfleisch sind für Menschen beim Verzehr gesundheitsschädlich.

Das Rotauge

Das Rotauge (Rutilus rutilus), auch Plötze oder Schwal genannt, ist ein Fisch aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae).

Rotauge

Sie hat einen hochrückigen, seitlich abgeflachten Körper und im Gegensatz zur Rotfeder (mit der sie oft verwechselt wird), sind Bauch- und Rückenflosse auf einer Höhe (bei der Rotfeder ist die Bauchflosse leicht vorgezogen).Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist das Maul, das bei der Plötze unterständig und bei der Rotfeder leicht oberständig ist.Die Flanken sind silbern mit leicht gelblichem Schimmer,die Oberseite ist grünlich, die Bauchseite weiß bzw. während der Laichzeit auch oft leicht rötlich. Augen und Flossen sind ebenfalls rot.Durchschnittlich werden Rotaugen 15 - 25 cm groß, maximal bis 45 cm und bis zu 1,5 kg schwer. Sie wachsen jedoch sehr langsam und können bis zu 12 Jahre alt werden.Rotaugen halten sich meist in dicht mit Pflanzen bewachsenen ufernahen Bereichen ihrer Wohngewässer auf. Die Nahrung der Plötze besteht einerseits aus verschiedenen Wasserpflanzen wie z.B. Wasserpest, Tausendblatt (Myriophyllum), Wasserlinsen und Armleuchteralgen (Characeae) und andererseits und hauptsächlich aus diversen Kleintieren wie Plankton, Würmer, Insektenlarven, Insekten, kleinen Schnecken und Muscheln. Sie laichen von April bis Mai. Die Männchen bekommen einen Laichausschlag in Form von perlenartigen Auswüchsen auf dem Kopf. Es werden 50.000 bis 100.000 (bezogen auf 1000 g Körpergewicht), 0.9 Millimeter große, klebrige Eier auf Steinen, Holz oder in Pflanzenbestände gelegt. Die Larven schlüpfen nach 4 bis 10 Tagen und haften zunächst am Substrat. Erst nachdem sie den Dottersack-Vorrat aufgebraucht haben, schwimmen sie frei.

Rotauge1

Fangmethoden:

Die gebräuchslichste Angelart auf Rotaugen stellt die Posenfischerei dar, wobei es jedem selbst überlassen bleibt ob er mit der unberingten oder der beringten Rute fischen möchte, nur sollte das Gerät fein sein. Grundvoraussetzung für eine reiche Beute ist auch wieder das Anfüttern während der Angelsitzung. Zur Taktik: Das Rotauge frisst zunächst am Grund, kann aber dann im Verlauf der Angelsitzung bis ins Mittelwasser aufsteigen, also mit abgestufter Bebeleiung angeln, damit der Hakenköder natürlich absinkt und schon im Sinken auf Bisse achten. Kapitale Exemplare stehen fast immer außerhalb des Schwarms und weiter vom Ufer ab. Die gebräuchlichsten Hakenköder sind Maden, Pinkies und Mehlwürmer, Rotaugen verschmähen aber auch Mais, Brot und Würmer nicht. Topköder sind gequollener Hanf und gefärbte Maden (besonders rote in Kombination mit weissen). Als Anfutter genügt Paniermehl mit einigen Exemplaren des späteren Hakenköders. Da Rotaugen es würzig lieben, kann man dem Anfutter Spekulatius- oder Lebkuchengewürz zufügen. Eine Besonderheit stellt das Fischen mit der Fliegenrute auf Rotaugen dar, wobei hier hauptsächlich Trockenfliegen zum Einsatz kommen, um steigenden Rotaugen nachzustellen. 

Die Rotfeder

Die Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus), auch als Unechtes Rotauge, Rötel oder Rotblei bekannt, ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische.

Bild Rotfeder

Die Rotfeder hat eine Größe von 20-30 Zentimeter, max. bis 50 cm. Gewicht: 250–300 g, max. 2–3 kg. Körperform: Rotfedern haben einen hochrückigen, seitlich abgeflachten Körper. Die Bauchkante ist zwischen Bauchflossen und After gekielt. Flossen: Das Vorderende der Rückenflosse liegt deutlich hinter dem Bauchflossenansatz. Die Brustflossen haben 16–17 Strahlen, die Rückenflosse hat 10–12 und die Afterflosse 12–14 Strahlen. Schuppen: Die Rotfeder besitzt 40–43 große Rundschuppen entlang der Seitenlinie. Färbung: Rücken und Kopfoberseite sind graugrün bis braungrün gefärbt. Die Flanken sind heller und glänzen messingfarben. Die Bauchseite ist silberfarben. Bauchflossen, After- und Rückenflosse sind orangefarben bis blutrot, am Ansatz bräunlich bis grau . Die Rotfeder wird oft mit dem Rotauge verwechselt. Bild Rotfeder Sie gehören zwar zur selben Familie, sind aber nicht die selben Fische. Kapitale Exemplare von 5–6 Pfd. sind meist Hybriden, natürliche Kreuzungen mit Rotaugen, Brassen oder Alanden. Die Rotfeder ist ein Schwarmfisch, der sich in stehenden (Seen, Teiche, Weiher) und langsam fließenden Gewässern aufhält. Hier besiedelt sie vorwiegend flache, weichgründige und pflanzenreiche Bereiche. Die adulten, d.h. die erwachsenen Rotfedern ernähren sich hauptsächlich von Algen und Wasserpflanzen (Laichkräuter, Tausendblatt, Wasserpest u. a.) und in geringerem Maße von Wirbellosen der Uferzone. Zur Laichzeit (April - Juli) suchen die Tiere schwarmweise flache, dicht bewachsene Uferstellen auf. Hier werden die klebrigen, ca. 1,5 mm großen, auffälligen rotgelben Eier (100.000 - 200.000/Weibchen) an Wasserpflanzen abgelegt. Je nach Temperatur schlüpfen die Larven nach 3-10 Tagen. Da die Rotfedern oft mit anderen Cypriniden zusammen ablaichen, kommt es gelegentlich zur Bastardierung mit anderen Arten.

Geeignete Angelmethode: Posenangeln mit dünnen Posen, Oberflächen- oder  langsam sinkende Köder; gezieltes Fliegenfischen (gut gefettete Trockenfliegen) ist möglich. Matchruten von 3 bis 4 m Länge, vorgebleite Waggler, kleinere Stationärrolle mit 18er bis 20er Schnur, Haken Größe 14 bis 18.

Empfohlene Köder: Wurm (Mistwürmer), Maden, Brot und Mais

Der Zander

Der Zander auch Sander, Schill, Hechtbarsch, Zahnmaul oder Fogasch genannt, gehört zur Familie der Barsche (Percidae).

zander1

Er hat einen langgestreckten, spindelförmigen Körper. Die Rückenflosse ist, wie für Barschartige typisch, unterteilt in einen vorderen Teil mit Stachelstrahlen und einen völlig abgesetzten hinteren Teil mit Gliederstrahlen. Der Kopf ist zugespitzt, das Maul tief gespalten. Darin stehen ungleichmäßig die langen, spitzen Fangzähne neben kleinen Bürstenzähnen. Der vordere Rand des Kiemendeckels ist gezähnt. Der Körper trägt kleine Schuppen. Er ist auf dem Rücken grünlichgrau, gegen den Bauch hin silberweiß, oberseits streifig, braun gewölkt, auch dunkel gebändert, auf den Kopfseiten braun marmoriert und auf den Flossen schwärzlich gefleckt.Der Zander lebt als Raubfisch in langsam fließenden Flüssen, Seen und Haffen Europas. Er findet sich bei uns im Elbe-, Oder- und Donaugebiet und inzwischen durch Besatz auch im Rhein-, Mosel- und Wesergebiet. Er lebt in tieferen Wassern und wächst sehr schnell. Die mittlere Länge beträgt 40 - 50 Zentimeter. In seltenen Fällen wird er bis 1,20 m lang und erreicht dabei ein Gewicht von bis zu 19 kg. Er kann 10 bis 20 Jahre alt werden.ZanderDer Zander laicht im Frühjahr (meist April bis Juni) bei 12–15 °C Wassertemperatur an hartgründigen 1–3 m tiefen Uferstellen, wo er sich flache Laichgruben baut. Die 150.000 bis 200.000 Eier je Kilo Körpergewicht werden einzeln abgelegt und haften mit ihren klebrigen Hüllen an Steinen und Pflanzenteilen. Das Männchen bleibt am Nest und schützt das Gelege vor Verschlammung und vor Laichräubern. Die Entwicklung bis zum Schlupf der 5–6 mm langen Larven dauert etwa eine Woche. Sie ernähren sich nach Aufzehren des Dottersacks zuerst von Zooplankton, greifen aber bereits nach wenigen Monaten die Brut anderer Fischarten an. Bereits im Herbst sind sie 6–10 cm lang. Die Männchen werden nach 2–4, die Weibchen nach 3–5 Jahren bei Längen von 35–45 cm geschlechtsreif. Der Zander erhält gegenüber dem Hecht zunehmende Bedeutung als Raubfisch, besonders weil er auch in den vom Menschen gestalteten mitteleuropäischen Flusssystemen ablaichen kann, während der Hecht meist keine geeigneten Laichplätze (Überschwemmungsbereiche, Unterwasserpflanzen, Schilfkanten) mehr findet. Auch hat der Zander wegen seiner ausgeprägten Sehfähigkeit in trüben Gewässern und in relativer Dunkelheit hier einen Vorteil. Gegenüber dem Barsch ist der Zander durch besseres Gehör ausgezeichnet, das durch zwei vordere Schwimmblasenhörner erzielt wird, die sich in Richtung Labyrinth entwickeln.

Die Nase (Chondrostoma nasus), auch Näsling, Schnabel oder Blaunase genannt, gehört zur Familie der Karpfenfische (Cyprinidae).

nase

Die Nasen werden 25 bis 40 Zentimeter groß und erreichen ein Gewicht von bis zu 1000 Gramm. Seltener werden einzelne Exemplare auch 50 Zentimeter groß und 2000 Gramm schwer. Der Körperbau ist spindelförmig bis rundlich, seitlich kaum abgeflacht. Ihren Namen verdanken sie ihrem weit unterständigen Maul, das ihre Kopfspitze wie eine stumpfe Nase aussehen lässt. Die Maulspalte verläuft quer, die Unterlippe ist scharfkantig und verhornt. Der Rücken ist graublau bis graugrün gefärbt und glänzt metallisch, die Seiten glänzen silber, der Bauch ist gelblichweiß. Die Rückenflosse ist 12-, die Afterflosse 13- bis 14-strahlig. Brust-, Bauch- und Afterflossen sind gelblichrosa bis violett gefärbt.Nasen sind als typische Schwarmfische in schnell fließenden Gewässern mit Sand- und Kiesgrund Mittel- und Osteuropas in der Barben- und Äschenregion verbreitet. Sie gelten als Hauptfische des Rheins und der Donau und kommen zumindest in der oberen Donau von Donaueschingen bis Sigmaringen und in der unteren Isar von Plattling bis zur Isarmündung in die Donau noch sehr häufig vor, aber auch flussabwärts in Nebengewässern, wie beispielsweise im Wiener Donaukanal. Auch in Oder und Weichsel kann man den Fisch vorfinden. Häufig ist die Nase auch im unteren Neckar zwischen Heidelberg und Mannheim. Im Bodensee und seinen Zuflüssen gibt es nur noch vereinzelte Vorkommen.naseZur Laichzeit, von März bis Mai, ziehen die Nasen in großen Schwärmen flussaufwärts oder dringen in geeignete Nebenbäche ein. Beide Geschlechter zeigen dann Laichausschlag in Form von sternförmigen Punkten am Kopf, das Weibchen bekommt einen rötlich schimmernden Bauch. Das Weibchen, jetzt Rogner genannt, kann während heftigen Laichspielen 20.000 bis 100.000 1,5 Millimeter große Eier über flachen Boden an den Kies kleben. Anschließend wandern die Altfische in ihre Reviere zurück. Die ersten Tage nach dem Schlüpfen verbringen die Larven in den Lücken im Kies. Später wechseln sie ins ruhige Flachgewässer und ernähren sich dort von Plankton. Mancherorts gelten Nasen als extrem bedroht, anderenorts sogar als bereits ausgestorben. Eine der Ursachen für den Rückgang dieser einstigen Massenfischart ist vor allem die Verbauung unserer Fließgewässer. So werden viele Laichplätze zerstört und die Laichwanderungen verhindert. Auch leiden Nasen sehr unter anthropogener Gewässerverschmutzung. Zum Schutz der Bestände bestehen in Deutschland für den Fang von Nasen gesetzlich vorgeschriebene Schonmaße und Schonzeiten. Da das Fischereirecht aber Ländersache ist, sind die Regelungen in jedem Bundesland unterschiedlich. Die Schonzeit ist im Normalfall ungefähr identisch mit der Laichzeit, das Schonmaß liegt meist im Bereich von 25 bis 30 cm. In der Schweiz ist die Nase seit dem 1. Januar 2007 ganzjährig geschützt und darf nicht mehr gefangen werden.

Die Brasse

Die Brachse, auch Brachsen, Brachsme, Brasse, Bresen oder Blei genannt, (Abramis brama) ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae).

brassen

Die 30 bis 50 cm (Ausnahmefische bis 85 cm) langen und bis zu 7 kg schweren Brachsen sind seitlich sehr stark abgeflacht und hochrückig, das stumpfe Maul ist leicht unterständig, die Augen verhältnismäßig klein. Auffällig ist die grünlich glänzende, schwarze bis bleigraue oder bleiblaue Färbung auf dem Rücken, der die Fische den Namen Blei verdanken. Die Seiten glänzen metallisch, der Bauch ist weißlich mit Perlmuttglanz. Bei älteren Brachsen kommt ein lichter Bronze- oder goldgrüner Ton durch. Die Schuppen sind stark mit Schleim bedeckt. Die Rückenflosse ist 12-, die Afterflosse 26- bis 31-strahlig. Bis auf die Brustflossen sind die Flossen dunkelgrau, die mittelgrauen Brustflossen der Brachsen sind lang und reichen angelegt bis an den Ansatz der Bauchflossen heran. Dadurch unterscheiden sie sich vom Güster (Blicca bjoerkna), mit dem sie manchmal verwechselt werden. Durch gleichzeitige Laichzeiten vermischen sich Eier und Samen von Blei und Güster (und anderen Weißfischen), dadurch entstehen sogenannte Bastardfische, die sich aber anhand der Anzahl und Verteilung der Schlundzähne unterscheiden lassen. Die Brachsen können unter idealen Bedingungen ein Alter von etwa 16 Jahren erreichen.Brachsen können unter idealen Bedingungen bis maximal 85 cm und über 8 kg schwer werden, so auch der dt. Rekordfisch, gefangen im Jahr 2000. Die größten Brachsen Deutschlands werden regelmäßig im Ismaninger Speichersee bei München, im Wertach-Stausee bei Schwabmünchen, Forggensee und in den Zuflüssen des Bodensees gefangen. Auch in Dänemark und Schweden werden Brachsenfänge bis 15 Pfd. gemeldet. In Norddeutschland gilt die Wilster Au westlich von Hamburg als Geheimtipp für besonders große "Klodeckel"-Brachsen. Zu den besten Brachsengewässern Deutschlands zählen große Stauseen, wie z. B. die Möhnetalsperre oder der Völkermarker Stausee in Österreich. Dort werden regelmäßig große Brachsen gefangen. Rekord-Brachsen gab es auch aus Weser (zweitbestes Brassengewässer Deutschlands neben dem Ismaninger Stausee), Rhein, Isar, Lech, Donau, Elbe, Alz, Segeberger See, Rottach, aus dem Bodensee, dem Großen Plöner See und der Ostsee. Auch in Norddeutschland, in der Lecker Au, wurden Rekord-Brachsen gefangen. Auch kleinere Gewässer wie die Schwalm bei Mönchengladbach können vereinzelt mit 6 kg schweren Brachsen aufwarten. Großbrachsen werden sowohl in kleinen Kiesgruben als auch in größeren Seen gefangen. Ein geringer Fischbestand, starker Pflanzenbewuchs und ausreichend Raubfische (hauptsächl. Hechte und Barsche), welche den Jungfischbestand stark reduzieren sind ideale Voraussetzungen. Der hohe Raubfischdruck bewirkt, dass nur wenige Brachsen eines Jahrgangs übrigbleiben und somit das vorhandene Nahrungsangtebot voll ausschöpfen können. Nicht nur Brachsen wachsen in diesem Gewässertypus besonders gut ab, sondern auch Karpfen und andere Weißfische wie z.B. Rotaugen. Der relativ flache und sehr nahrungsreiche Ismaninger Speichersee erfüllt all diese Bedingungen und enthält deswegen auch eine hervorragende Brachsenpopulation aus großen und starken Einzeltieren, welche überdurchschnittlich schnell abwachsen und hohe Endgewichte erreichen. Im Alter von 8 Jahren erreichen Brachsen eine Länge von ca. 40/50 cm. Bei einer Länge von 60 cm wiegen Brachsen im Schnitt 3 bis 3,5 kg. Brachsen bevorzugen Gewässer mit schlammigem Grund und Unterwasserpflanzenteppichen, welche Deckung und Nahrung bieten. Kapitale Brachsen ziehen in kleinen Schwärmen oft in größerem Abstand zum Ufer durch das Gewässer und suchen aus Vorsicht meist nur nachts die flacheren Uferbereiche auf. Größere Brachsen findet man häufig an den Abbruchkanten von Landzungen, an der Scharkante oder in flacheren Stauseen im alten Fluss- oder Bachbett.brachseIhr Maul ist vorstülpbar und hilft den Brachsen bei der Suche nach Zuckmückenlarven, Schlammröhrenwürmern, Muscheln und Schnecken im weichen Schlamm. Ihnen dienen aber auch Wasserpflanzen oder Plankton als pflanzliche Nahrung. Bei schlechter Ernährung kommt es bei den Brachsen zum so genannten Messerrücken, der Bildung einer sehr scharfen Rückenkante. Brachsen können vor allem in größeren Strömen und Seen große Schwärme bilden, welche wie Staubsauger den Boden durchwühlen, Nahrungsvorräte an einem Ort sehr schnell aufbrauchen und dann unruhig weiterziehen, sie bilden wie andere Friedfische sogenannte Brachsenstraßen, Futterrouten durch das Gewässer, welche zu verschiedenen Tageszeiten aufgesucht werden. Der Weg eines Brachsenschwarmes ist im flachen Wasser leicht durch aufsteigende Bläschen von Sumpfgas bemerkbar, welche beim Durchwühlen des Bodens freigesetzt werden. Die Laichzeit der Brachsen liegt im April bis Juli und dauert etwa zwei Wochen. Bei plötzlichem Wetterumschwung wird das Laichen unterbrochen und später fortgesetzt. Während der Laichzeit fällt beim Männchen an Körper und Kopf deutlich ein Laichausschlag auf. Bei mitunter heftigen Laichspielen legen die Weibchen ihre 150.000 bis 300.000 klebrigen Eier von 1,6 bis 2 mm Durchmesser an Wasserpflanzen ab, in Gebieten ohne Wasserpflanzen werden sie auch an Steine oder Wurzeln geklebt. Die Larven schlüpfen nach drei bis zwölf Tagen und heften sich mit speziellen Klebedrüsen ebenfalls an Wasserpflanzen fest, bis ihr Dotter verbraucht ist. Nach drei bis vier Jahren sind die Tiere geschlechtsreif. Besonders in flachen und nährstoffreichen Seen Norddeutschlands führt das enorme Vermehrungspotential der Brachsen zu Massenentwicklungen, die dann oftmals mit stagnierendem Individualwachstum verbunden sind, das nennt man Verbuttung. Brachsen können wie Flussbarsche und Rotaugen in Kleingewässern wie z.B. Regenrückhaltebecken ohne Hechte und Zander stark verbutten und zu Zwergwuchs neigen, wenn Raubfische fehlen. Bedingt durch die hohe Individuendichte der verbutteten Brachsen, die dann selten über 10 cm lang werden und im Vergleich zum Körper ungewöhnlich große Augen besitzen, ist deren Bestand in einen solchen Gewässer extrem krankheitsanfällig. Innerhalb kürzester Zeit sind die verbutteten Brachsen frühzeitig geschlechtsreif und begründen die nächste Generation von Miniaturfischen. Setzt man diese Fische in ein Gewässer mit hohem Nährstoffangebot ein, so entwickeln sie sich wieder völlig normal. In freien Gewässern bilden Brachsen einen Großteil der Fisch-Biomasse.

Der Hecht

Der Hecht (Esox lucius) ist ein einheimischer Raubfisch und gehört zur Familie der Hechte (Esocidae). Der wissenschaftliche Name Esox lucius heißt ins Deutsche übersetzt „schillernder Wolf“.

hecht

Der Hecht hat einen lang gestreckten, walzenförmigen und seitlich nur mäßig abgeflachten Körper. Der relativ lange Kopf hat ein entenschnabelähnliches, oberständiges Maul. Die Rücken- und Afterflosse sind weit nach hinten verlagert und ermöglichen dadurch blitzartige Beschleunigungen und Wendemanöver. Die Färbung variiert nach dem Lebensraum - der Rücken ist meist grün-bräunlich, die Färbung wird bis zum weißen Bauch immer heller. Die Kiefer sind mit Fang- und Hechelzähnen bewehrt, welche nach hinten gebogen sind. Der Hecht besitzt 110 bis 130 kleine Schuppen entlang der Seitenlinie. Die Durchschnittsgrößen liegen bei 50 bis 100 cm. Längen bis 150 cm oder Gewichte von über 20 kg sind möglich. Die Maximallänge wird in der Regel nur von Rognern erreicht, die Milchner erreichen meist nicht mehr als 90 cm. Der Hecht ist ein Standfisch und hält sich gerne in Ufernähe der Fließgewässer, Seen und größerer Teiche auf. Er bevorzugt Schilfränder und ähnliche Deckungsmöglichkeiten. Daneben gibt es aber auch Hechte, die sich im Freiwasser größerer Seen aufhalten und dort zum Beispiel Maränenschwärmen folgen (so genannte „Freiwasserhechte“). Hechte sind auch im Brackwasser zu finden. Großbrachsen werden sowohl in kleinen Kiesgruben als auch in größeren Seen gefangen. Ein geringer Fischbestand, starker Pflanzenbewuchs und ausreichend Raubfische (hauptsächl. Hechte und Barsche), welche den Jungfischbestand stark reduzieren sind ideale Voraussetzungen. Der hohe Raubfischdruck bewirkt, dass nur wenige Brachsen eines Jahrgangs übrigbleiben und somit das vorhandene Nahrungsangtebot voll ausschöpfen können. Nicht nur Brachsen wachsen in diesem Gewässertypus besonders gut ab, sondern auch Karpfen und andere Weißfische wie z.B. Rotaugen. Der relativ flache und sehr nahrungsreiche Ismaninger Speichersee erfüllt all diese Bedingungen und enthält deswegen auch eine hervorragende Brachsenpopulation aus großen und starken Einzeltieren, welche überdurchschnittlich schnell abwachsen und hohe Endgewichte erreichen. Im Alter von 8 Jahren erreichen Brachsen eine Länge von ca. 40/50 cm. Bei einer Länge von 60 cm wiegen Brachsen im Schnitt 3 bis 3,5 kg. Brachsen bevorzugen Gewässer mit schlammigem Grund und Unterwasserpflanzenteppichen, welche Deckung und Nahrung bieten. Kapitale Brachsen ziehen in kleinen Schwärmen oft in größerem Abstand zum Ufer durch das Gewässer und suchen aus Vorsicht meist nur nachts die flacheren Uferbereiche auf. Größere Brachsen findet man häufig an den Abbruchkanten von Landzungen, an der Scharkante oder in flacheren Stauseen im alten Fluss- oder Bachbett.hechtSchon ab November des Vorjahres werden die Reviere der weiblichen Hechte oft von Milchnern „belagert“, die untereinander immer aggressiver werden, je näher die Laichzeit im nächsten Frühjahr rückt. Je nach Wassertemperaturen beginnt die Laichzeit zwischen März und April und dauert bis in den Mai hinein. Während der Laichzeit buhlen meist mehrere Männchen – oft in heftigen Kämpfen – um ein Weibchen, aber nur ein Männchen kommt dann zur Paarung. Während dieser Kämpfe, die zwar in erster Linie aus Rammstößen bestehen, können sich die Hechte untereinander auch durch Bisse sehr stark verletzen. Hechte sind Haftlaicher, das heißt die Eier haften an Unterwasserpflanzen, Ästen oder ähnlichem an. Ein Rogner bildet ca. 40.000 Eier/kg Körpergewicht. Die Vermehrung erfolgt an bewachsenen Uferzonen und auf überfluteten Wiesen. Milchner und Rogner können in der Größe stark differieren, und damit die paarungswilligen Hechtmännchen kein Fressopfer der Weibchen werden, haben diese während der Paarung eine Fresshemmung. Die erlischt aber sehr schnell nach dem Laichen. Nicht selten wird dann das kleinere Männchen vom Weibchen aufgefressen. Aus den Eiern schlüpfen nach 10 bis 30 Tagen Larven, die sich vermittels einer Kopfdrüse ans Substrat kleben. In dieser Zeit zehren sie noch vom Dottersack, doch schon nach kurzer Zeit schwimmen sie frei und stellen sich auf tierische Nahrung um. Diese besteht anfangs aus Wasserflöhen, Hüperlingen und anderem Zooplankton. Aber schon mit einer Körperlänge von 2 cm jagen sie Fischbrut. Die jungen Hechte wachsen sehr schnell und haben im ersten Jahr die 15-cm-Grenze erreicht. Männliche Hechte werden meist mit zwei, weibliche mit vier Jahren geschlechtsreif. Das Höchstalter der Hechte liegt (in Gefangenschaft) bei 30 Jahren.

Der Aal

Der Europäische Aal (Anguilla anguilla) ist eine Art der Flussaale und in ganz Europa, Kleinasien und Nordafrika beheimatet.

aal

Er hat einen schlangenförmigen, langgestreckten, drehrunden Körper. Die Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden einen durchgängigen Flossensaum. In der dicken Haut sind sehr kleine Rundschuppen eingebettet. Der europäische Aal hat ein oberständiges Maul, das heißt der Unterkiefer ist etwas länger als der Oberkiefer. Die Färbung auf der Oberseite kann zwischen schwarz und dunkelgrün schwanken, wohingegen die Unterseite von gelb (junger, sog. Gelbaal) bis weiß (erwachsener, sog. Blankaal) variieren kann. Erwachsene Weibchen können bis zu 150 cm lang und 6 kg schwer werden, Männchen erreichen nur 60 cm Länge. Solche Größen werden aber extrem selten erreicht, und schon ein Weibchen von einem Meter Länge ist ausgesprochen groß. Aale schlüpfen im Atlantik, in der Sargassosee (in der Nähe der Bahamas). Wegen ihrer Form heißen die Aallarven Weidenblattlarven (Leptocephalus-Larve). Etwa drei Jahre brauchen diese Larven, um von der Sargassosee an die europäischen Küsten zu gelangen. Während man früher annahm, dass sie sich dabei passiv vom Golfstrom tragen lassen, weiß man heute, dass die Larven aktiv schwimmen. Wenn die Weidenblattlarven in den europäischen Küstengewässern ankommen, wandeln sie sich zu den ca. 7 cm langen Glasaalen. Im Frühjahr schwimmen sie in zum Teil großen Schwärmen von den europäischen Küsten flussaufwärts in die Binnengewässer des Landesinneren. Während dieser Zeit heißen sie „Steigaale“, wegen ihrer gelblichen Bauchfärbung auch „Gelbaale“. In ihren Heimatgewässern wachsen sie die nächsten Jahre zur vollen Größe heran. Weibliche Tiere werden mit 12 bis 15 Jahren geschlechtsreif, männliche bereits in einem Alter von sechs bis neun Jahren. Zum Ablaichen wandern die Tiere im September/Oktober aus den Gewässern des Landesinneren über die Flüsse dahin zurück, wo sie geschlüpft waren: in die Sargassosee. Dabei werden innerhalb eines Jahres teilweise Strecken von über 5000 Kilometern ohne Nahrungsaufnahme gegen den Golfstrom zurückgelegt. aal1 Während der letzten Zeit in den Binnengewässern und auf dem Weg zurück zum Meer verändern sich die Körpermerkmale der Tiere: Ihre ursprüngliche Färbung wechselt von grün-braun zu silbrig-grau, der After zieht sich ein und die Augen vergrößern sich – der Aal wird zum „Blankaal“. Dieser Umwandlungsprozess dauert ca. vier Wochen. In dieser Zeit wird die Nahrungsaufnahme immer weiter eingeschränkt und schließlich ganz eingestellt, denn der Verdauungstrakt bildet sich komplett zurück. Stattdessen entwickeln sich die Geschlechtsorgane, die später die gesamte Leibeshöhle einnehmen. Die Energie für den „Umbau“ des Körpers und für die lange Reise zum Laichort entnehmen die Aale ausschließlich ihren Fettreserven, die sie sich im Laufe der Jahre angefressen haben. Das Fettreservoir wird in den Eingeweiden und unter der Haut gebildet: Aale gehören zu den so genannten „Fettfischen“, denn ihre Körpermasse kann bis zu 30 % aus Fett bestehen. Das Umfärben ist vermutlich eine Anpassung an die Gegebenheiten des offenen Meeres - dort ist ein silbrig-glänzender Unterbauch weniger auffällig als ein gelber. Auch die vergrößerten Augen der Tiere könnten eine weitere Anpassung an die Gegebenheiten des Meeres sein. Während der Wanderung müssen sich die Aale den erheblichen Änderungen in der Umgebungsosmolarität anpassen. Dabei kommt es zu Umwandlungen in den Kiemenepithelien der Tiere. Dieser Prozess wird vor allem durch Prolaktin gesteuert, ein Hormon, das beim Menschen vor allem aufgrund seiner Wirkung auf die Milchdrüsensekretion bekannt ist.In der Sargassosee laichen die Tiere ab und sterben. Aale sind in der Lage, beachtliche Strecken über feuchtes Land zurückzulegen, denn sie können den lebensnotwendigen Sauerstoff über die Haut aufnehmen.Aale sind insbesondere in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. Sie ernähren sich vorwiegend von Würmern, (Klein-)Krebsen, Insektenlarven etc., aber auch von Fischlaich und Fischen. Kleinfische werden aktiv im Mittelwasser und an der Wasseroberfläche gejagt. Dabei entpuppt sich der Aal als geschickter Jäger. Der Europäische Aal kommt in unseren Gewässern in zwei Ernährungsvarianten vor: Variante 1 ist der Spitzkopfaal, mit schmalem Kopf und spitz zulaufender Schnauze, der sich vorwiegend von Krebsen etc. ernährt. Variante 2 ist der Breitkopfaal, mit breitem Kopf und breiter Schnauze, ein Fischjäger. Beide Formen existieren auch nebeneinander in den gleichen Gewässern, wobei die prozentuale Verteilung auf die beiden Formen ausschließlich von dem vorherrschenden Nahrungsangebot abhängt. So wird man in Gewässern mit einem übermäßigen Bestand an kleinen Fischen und einem geringen Bestand an Krebsen bis zu 90 % Breitmaulaale im Verhältnis zu Spitzmaulaalen finden und umgekehrt. Die oft verbreitete Aussage, Aale seien Aasfresser, resultiert aus ihrem Versteckverhalten, was früher durch das Auslegen von Tierschädeln zum Fang genutzt wurde. Diese Fangmethode wurde in der Blechtrommel von Günter Grass literarisch zwar sehr schön, fachlich aber grundfalsch beschrieben. Fischer wissen, dass Aale bestenfalls frisch getötete Köder fressen, niemals aber verweste. Der Grund liegt nicht zuletzt in dem extrem fein ausgebildeten Geruchssinn des Aales begründet. Er ist in der Lage, einzelne Geruchs- oder Geschmacksmoleküle wahr zu nehmen. Seine röhrenartig ausgebildeten Nasenlöcher befähigen ihn zudem, eine Geruchsspur in allen drei Dimensionen wahr zu nehmen und zu verfolgen (stereoskopisches Riechen).Aale sind, wie angedeutet, katadrome Wanderfische, was bedeutet, dass sie zum Laichen vom Süßwasser ins Meer ziehen. Die Reise in die Sargassosee dauert ein bis anderthalb Jahre, und sie beginnt in den Wohngewässern der Aale. Zwischen Oktober und November, bei mildem Wetter auch noch im Dezember, werden die Aale unruhig und ziehen los. Die Zugzeit liegt in den Abend- und Nachtstunden. Vor allem bei sehr schlechtem Wetter, wenn es stürmt und regnet, scheint sich die „Reiselust“ der Aale zu erhöhen. Anfangs ziehen sie noch sehr aktiv, schlängeln sich aus den kleinsten Gräben in größere Bäche oder auch aus stehenden, abgeschlossenen Gewässern durch feuchtes Gras in den nächsten Bach oder Fluss. In den großen Strömen wie Rhein, Weser, Ems, Elbe und Oder aber lassen sie sich dann energiesparend weitgehend von der Strömung treiben. Dabei schweben sie, S-förmig gekrümmt, im Mittelwasser. In der Mündung angekommen, schwimmen sie wieder aktiv und gehen sofort auf Tiefe. Während ihrer Wanderung im Meer führen die Blankaale tagesperiodische Vertikalwanderungen aus, d. h. tagsüber schwimmen sie in Tiefen bis zu 600 m und steigen nächtens fast bis an die Wasseroberfläche. Im folgenden Jahr treffen sie dann in der Sargassosee ein, wo sie vermutlich in Tiefen bis zu 2000 m laichen. Dieser letzte Lebensakt raubt ihnen dann auch die allerletzten Energiereserven – nach der Paarung und Abgabe der Geschlechtsprodukte sterben sie.

Der Wels

Der Europäische Wels oder Flusswels (Silurus glanis) ist der größte reine Süßwasserfisch Europas und neben dem Aristoteleswels (Silurus aristotelis) die einzige europäische Art aus der Familie der Echten Welse (Siluridae). Regional wird er auch als Waller oder Schaidfisch sowie mit zahlreichen Abwandlungen dieser Namen bezeichnet.

wels

Welse sind vorwiegend nacht- und dämmerungsaktive Raubfische, die sich vorwiegend von lebenden und toten Fischen, aber auch von Wirbellosen und gelegentlich von kleinen Wasservögeln und Säugetieren ernähren. Ihre Aktivität ist im Jahresverlauf stark von der Temperatur und der Verfügbarkeit von Beutetieren abhängig und erreicht im Frühjahr nach der Winterruhe sowie im Spätherbst nach dem Ablaichen ein Maximum. Das Verbreitungsgebiet des Welses erstreckt sich von Mittel- und Osteuropa bis Zentralasien. Dabei werden bevorzugt große Flüsse und Seen mit schlammigem Grund besiedelt, Welse kommen aber auch häufig in Binnenmeeren mit geringem Salzgehalt, wie dem Kaspischen Meer, sowie in Brackwasserbereichen der Ostsee und des Schwarzen Meers vor. Die Art wird seit der Antike befischt und ist heute vor allem in Osteuropa von wirtschaftlicher Bedeutung, wo sie zunehmend auch in Aquakultur gezogen wird. In Mitteleuropa sind Welse dagegen vorwiegend als Sportfische bei Anglern beliebt und wurden deshalb auch in verschiedenen Gebieten, in denen sie ursprünglich nicht vorkamen, angesiedelt. Die Bestände sind heute meist stabil, teilweise aber von Besatz durch den Menschen abhängig. Welse sind stämmige Fische mit langgestrecktem Körper, großem, breitem Kopf und glatter, schleimiger und vollständig schuppenloser Haut. Der Rumpf ist im vorderen Bereich kräftig gebaut und im Querschnitt rund, hinter dem After seitlich abgeflacht und schlanker. Die Zahl der Rippen liegt bei 72 bis 74. Eine vollständig entwickelte Seitenlinie verläuft entlang der Flanken und weist 70 bis 75 Kanälchen auf. Der Kopf macht mehr als 20% der Gesamtlänge aus und ist breit und abgeflacht mit kleinen, Augen, die seitlich hinter einem Paar langer, knorpelverstärkter und hoch beweglicher Barteln am Oberkiefer sitzen. Zwei Paare kürzerer, unbeweglicher Barteln sitzen am Kinn. Die vorderen Nasenöffnungen treten deutlich hervor und liegen auf Höhe der Oberkieferbarteln zwischen diesen. Die hinteren Nasenöffnungen liegen dicht dahinter und sind gut entwickelt, was auf einen guten Geruchssinn hinweist. Das Maul ist groß, breit und endständig mit, vor allem bei älteren Tieren, vorragendem Unterkiefer und fleischigen Lippen. Die Zähne sind kleine, flache und nach hinten gerichtete Bürstenzähne. Sie sitzen im Unterkiefer in vier oder fünf Reihen, die in der Mitte durch die Kiefernaht geteilt sind. Zähne sitzen auch am Gaumen- und Pflugscharbein sowie an den Kiemenbögen, wo sie besonders klein sind. Die Kiemenöffnung ist groß und tief geschlitzt, ihr häutiger Rand bedeckt die Basis der Brustflossen. Die Kiemen selbst weisen 15 bis 16 Branchiostegalstrahlen auf, die Kiemenreuse 12 Dornen. Die Rückenflosse ist sehr klein und sitzt am Ende des ersten Körperdrittels. Sie weist einen Hartstrahl und drei bis vier Weichstrahlen auf. Eine Fettflosse ist nicht vorhanden. Die Brustflossen sind groß und kräftig und reichen bis zum Ansatz der Bauchflossen. Sie weisen einen Hartstrahl auf, dessen Vorderseite glatt und dessen hinterer Rand gezähnt ist, sowie 14 bis 17 Weichstrahlen. Die deutlich kleineren Bauchflossen weisen 11 bis 13 Weichstrahlen auf. Die Afterflosse verläuft langgestreckt am stark verlängerten Schwanzstiel und weist 84 bis 92 kräftige Weichstrahlen auf. Sie reicht dicht an die relativ kleine, gerundete und am Ende fast gerade abgeschnitten wirkende, 17- bis 19-strahlige Schwanzflosse heran, die beiden Flossen sind aber nicht verbunden. Die Färbung ist relativ variabel und meist dem Lebensraum angepasst, so dass ruhende Welse gut getarnt sind. Die Körperoberseite ist meist dunkel mit grauer Grundfärbung, die von schwärzlich oder blauschwarz über dunkelbraun bis dunkelolivgrün variieren kann. Die Seiten sind heller und weisen gelegentlich einen violetten Schimmer auf. Über der Grundfärbung liegt meist eine wolkige bis tüpfelartige Marmorierung. Der Kopf ist dunkler gefärbt und einfarbig glänzend, der Lippensaum kann heller sein. Der Bauch ist hell bis weißlich, manchmal leicht rötlich und kann einfarbig oder scheckig sein. Die paarigen Flossen sind meist dunkel gelbbraun, braunrot bis bräunlich, die unpaaren Flossen bläulich schimmernd und violett angelaufen. Neben den normal gefärbten Tieren kommen auch einfarbig schwarzblaue oder albinotische Individuen vor. wels1Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Welses erstreckt sich in von der Elbe und dem Doubs in Ostfrankreich über Südschweden, Ost- und Südosteuropa mit Ausnahme der Mittelmeerküste und die Türkei bis zum Aralbecken und Afghanistan. Im Flusssystem des Rhein kommt er natürlich bis etwa zur Mündung des Ill bei Strassburg vor. Subfossile Funde weisen allerdings darauf hin, dass die Art ehemals auch weiter nördlich im Rhein und seinen Nebenflüssen bis zur Mündung in die Nordsee vorkam. Ein mögliches Überbleibsel dieser früheren Verbreitung stellt die Population im Haarlemmermeer in den Niederlanden dar.Neben stehenden und fließenden Süßgewässern des Inlands findet er sich auch im Kaspischen Meer, sowie in Brackwasserbereichen der Ostsee und des Schwarzen Meers. Vom Menschen wurde die Art als Aquakultur- und Sportfisch auch außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebiets ausgesetzt, so in Spanien, Italien und Kasachstan. In den Beneluxstaaten und in Frankreich wurde sie im erfolgreich wieder angesiedelt, auch in Gebieten in denen sie archäologisch nicht nachweisbar ist, so in Frankreich ab 1857 im Gebiet der Rhone. Im Süden Großbritanniens wurden Welse ab 1880 in Seen ausgesetzt, die Besiedlung größerer Flüssen gelang allerdings kaum, wahrscheinlich auf Grund klimatischer Bedingungen. In Südfinnland und möglicherweise auch in Dänemark wurden die ausgewilderten Bestände wieder ausgerottet. In einigen Regionen, in denen der Wels ursprünglich nicht vorkam, wird er heute als Schädling angesehen, da er die einheimischen Fischbestände bedroht. Die Art gilt allgemein als nicht bedroht, die Bestände sind aber teilweise vom Besatz durch den Menschen abhängig, da die Laichgründe häufig durch den Ausbau von Flüssen bedroht sind.Im Nordwesten des Verbreitungsgebiets, insbesondere in Südschweden, ist die Zahl der Welse auf Grund ungünstiger klimatischer Bedingungen und der geringen Zahl geeigneter Habitate im Rückgang. In Griechenland wurden einzelne Populationen durch ausgesetzte Aristoteleswelse (Silurus aristotelis) verdrängt. In der Berner Konvention wird der Wels in Anhang III als geschützte Tierart geführt. Welse sind wärmeliebende Fische, die bevorzugt in großen, stehenden oder langsam fließenden Gewässern leben. Brackwasserbereiche in Flussmündungen oder Küstennähe werden bis zu einem Salzgehalt von maximal 15 ‰ besiedelt. Sie bevorzugen dabei Flachwasserbereiche bis maximal etwa 30 Meter Tiefe. Gegenüber Verschmutzung und geringen Sauerstoffkonzentartionen sind die Tiere relativ unempfindlich. Auf Grund eines hohen Hämoglobingehalts des Bluts von 30 bis 35 % sind Welse in der Lage auch bei geringen Sauerstoffkonzentrationen von bis zu etwa 3 mg/l zu überleben. Ihr physiologisches Temperaturoptimum liegt bei 25 bis 27°C, es werden aber auch deutlich niedrigere Wassertemperaturen gut vertragen, wobei allerdings das Wachstum eingeschränkt sein kann. Ausgewachsene Tiere bevorzugen ruhige, mit Wasserpflanzen bewachsene Bereiche und sind standorttreue und wahrscheinlich territoriale Einzelgänger. Jungfische im ersten Jahr halten sich dagegen auch in den mittleren, strömenden Bereich von Flüssen auf und können in Gruppen angetroffen werden. Welse sind lichtscheu und überwiegend nachtaktiv, wobei die Aktivitätsmuster sich allerdings abhängig von der Jahreszeit deutlich unterscheiden können. Besonders bei fallendem Luftdruck, der mit Hilfe der Schwimmblase wahrgenommen wird, sind sie auch tagsüber aktiv, sonst ruhen die Tiere bis zum Einbruch der Dunkelheit meist am Grund zwischen Wasserpflanzen, unter überhängenden Ufern oder Baumwurzeln. Ab Wassertemperaturen von sieben bis vier Grad Celsius stellen die Tiere die Nahrungsaufnahme ein. Sie überwintern in Flüssen in Uferspalten oder Gruben in Ufernähe, in Seen im unteren Drittel der Wassersäule oder auf schlammigem Grund liegend. Welse sind opportunistische Raubfische, die als Beute nahezu alles annehmen, was von der Größe her bewältigt werden kann. Den größten Anteil machen dabei meist diejenigen Fische aus, die in dem entsprechenden Gewässer dominieren wie zum Beispiel Schleien, Rotaugen oder Karpfen. Neben lebenden und toten Fischen werden auch Amphibien, Krustentiere, Insekten, Würmer und andere Wirbellose, junge Wasservögel, sowie gelegentlich Pflanzen und Säugetiere, vor allem Nager, gefressen. Im Vergleich zu anderen großen Süßwasserraubfischen wie Hecht oder Zander fressen auch große Welse Beutetiere sehr unterschiedlicher Größe, was zu einer effektiveren Nutzung des Nahrungsangebots führt. Aus diesem Grund haben Welse auch einen geringeren Einfluss auf den Bestand wirtschaftlich bedeutender Fischarten. Die Beute wird vorwiegend nachts gefangen, wobei die Augen wahrscheinlich keine Rolle spielen. Welse verfügen über einen hervorragenden Geruchs- und Geschmackssinn, der Rezeptoren für süß, sauer, bitter und salzig umfasst, die sich im Maul, an den Lippen, auf den Barteln, aber auch an den Flossen, sowie in der Haut des Kopfes und Vorderkörper befinden. Das Gehör der Tiere ist extrem empfindlich und besonders auf Geräusche von über der Wasseroberfläche spezialisiert, was durch eine Verbindung der Schwimmblase mit den Hörorganen über den aus den Rippenknochen hervorgegangenen Weberschen Apparat erreicht wird. Daneben besitzen Welse Elektrorezeptoren und einen ausgeprägten Tastsinn, der auf den Barteln, dem Unterkiefer und dem Seitenlinienorgan beruht. Beutefische werden meist verfolgt und von hinten erfasst, wobei chemische und hydrodynamische Signale im Nachstrom fliehender Fische zur Orientierung genutzt werden. Die Nahrungsaufnahme ist stark von der Wassertemperatur abhängig. Während von November bis März fast keine Nahrung aufgenommen wird, beginnt mit der höheren Verfügbarkeit von Beutetieren im Frühjahr eine Phase intensiverer Nahrungsaufnahme. Im Juni und Juli wandern viele Fische teilweise in tiefere Gewässer, so dass die Welse weniger Beute machen. Nach der Laichzeit im August folgt ein weiterer Höhepunkt der Nahrungsaufnahme. Die Laichzeit der Welse ist abhängig von der Wassertemperatur und beginnt meist, wenn diese auf 17 bis 18 Grad Celsius angestiegen ist. In Ungarn beginnt sie bereits Anfang April, in Mitteleuropa fällt sie meist auf die Monate Mai bis Juli. Das Männchen bereitet einen Laichplatz vor, indem es eine ufernahe Grube, meist in 40 bis 60 cm Wassertiefe und häufig von Weidenwurzeln geschützt, mit Schwanzschlägen ausspült und weiches Pflanzenmaterial wird mit dem Maul an den Untergrund presst. Hier wartet es auf ein geeignetes Weibchen. Dem Laichakt geht ein stürmisches Vorspiel voraus, bei dem das Männchen seine Partnerin nahe der Wasseroberfläche verfolgt. Die Paarung findet meist in den Abendstunden bei Wassertemperaturen von 22 bis 23°C statt. Das Männchen umschwimmt dabei das Weibchen, treibt es um das Nest und stößt mit dem Maul gegen seinen Bauch. Über dem Nest schwimmt das Männchen an die Seite des Weibchens und windet sich um dessen Bauchpartie. Nach wenigen Sekunden befreit sich das Weibchen, sinkt zum Grund und lässt die Eier ab, gefolgt von der Spermienabgabe des Männchens. Der gesamte Prozess wiederholt sich im Laufe von eineinhalb bis zwei Stunden mehrmals. Menge und Größe der Eier schwanken mit dem Ernährungszustand und der Größe des Weibchens, pro Kilogramm Körpergewicht werden etwa 20000 bis 25000 Eier produziert, die einen Durchmesser von 1,4 bis 2 Millimeter aufweisen. Nach der Befruchtung schwellen die Eier an und können bis zum Schlupfzeitpunkt einen Durchmesser von 4,5 Millimeter erreichen. Sie sind sehr klebrig und bilden große Klumpen, in die Wasser nur schlecht eindringt, was zu einer schlechten Sauerstoffversorgung und zu Verpilzung führen kann. Das Männchen bleibt möglicherweise deswegen bis zum Schlüpfen der Brut beim Gelege, bewacht dieses und fächelt ihm alle drei bis fünf Minuten mit der Schwanzflosse frisches Wasser zu. Die kaulquappenähnlichen Larven schlüpfen, abhängig von der Wassertemperatur, nach zwei bis drei Tagen. Unmittelbar nach dem Schlüpfen ist der Nachwuchs weitestgehend hilflos und sinkt auf den Gewässergrund, nach weiteren zwei bis drei Tagen beginnen die Tiere sich aktiv zu bewegen. Sie sind sehr lichtempfindlich, sterben im direkten Sonnelicht ab und suchen nach Möglichkeit dunkle Gewässerbereiche auf. Der Dottersack ist nach etwa zehn Lebenstagen aufgebraucht, ab diesem Zeitpunkt beginnen die Larven ihre Nahrung am Grund aber auch im Freiwasser zu suchen. Zu Beginn ernähren sie sich vorwiegend von Zooplankton, später erweitert sich das Nahrungsspektrum um Krebstiere, Insektenlarven, kleine Schnecken und Tubifex. Nach etwa zwanzig Tagen beginnen die larvalen Merkmale zu verschwinden, zu diesem Zeitpunkt haben die jungen Welse eine Länge zwischen 2,2 und 2,5 Zentimetern erreicht. Ab einer Körperlänge von 2,5 bis drei Zentimeter beginnen sie anderer Fischbrut nachzustellen. Bei Nahrungsmangel kommt es unter dem Welsnachwuchs zu Kannibalismus, der sich bei anhaltendem Mangel verstärkt. Auch pflanzlicher Detritus wird abhängig von der Nahrungsverfügbarkeit in gewissen Mengen aufgenommen. Grundsätzlich machen aber im ersten Lebensjahr Wirbellose den weitaus größten Teil der aufgenommenen Nahrung aus. Welse wachsen schnell heran und erreichen im ersten Jahr durchschnittlich Längen von 20 bis 30 Zentimetern, maximal fast einen halben Meter und bis zu 500 Gramm Gewicht. Mit zwei Jahren werden im Schnitt 40 cm erreicht und ein Meter mit etwa sechs bis sieben Jahren. Der größte Teil des Wachstums findet temperatur- und nahrungsabhängig im Frühjahr statt. Daher variieren die Wachstumsraten in verschiedenen Regionen des Verbreitungsgebiets abhängig vom Klima deutlich. Die Geschlechtsreife wird bei einem Gewicht von ein bis zwei Kilogramm erreicht, das meist mit etwa drei bis vier Jahren erreicht wird, in kalten Klimaten aber auch erst mit etwa neun Jahren. Mit dem Erreichen der Geschlechtreife nimmt die Rate des Längenwachstums ab, dafür steigt die relative Gewichtszunahme. Insgesamt sind die Wuchsraten bei Männchen bezogen auf Länge und Gewicht höher als bei den Weibchen.

Der Flussbarsch

 

Der Flussbarsch, der auch Kretzer, Bürschling oder Egli genannt wird, ist einer der von Anglern am meisten gefangenen Fischarten. Er kommt in fast gesamt Europa vor und ist in vielen Gewässern beheimatet. Man kann dem Flussbarsch mit der Spinnangel ebenso nachstellen wie mit einem Wurm an der Pose. Sein Fleisch ist fest und schmackhaft und hat relativ wenig Gräten.

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Merkmale:

Der Barsch hat einen gedrungenen und im Alter an der Basis breiter Körper, er hat eine grün bis olivgrüne Färbung und fünf bis neun Querbinden an den Seiten. Die Bauchseite ist weißlich, die Rückenpartie dunkel. Er hat wie alle Barschartigen zwei Rückenflossen, die vordere ist mit Stachelstrahlen versehen und am Ende der ersten Rückenflosse ist dunkler Fleck. Der Barsch hat brustständige Bauchflossen, die wie die Afterflossen eine leuchtend rote Färbung aufweisen. Am Ende der spitz nach hinten auslaufenden Kiemendeckel hat der Flußbarsch einen kleiner Dorn. Er hat sehr feste und relativ kleine Schuppen und eine recht dicke und wiederstandsfähige Haut. Der Barsch hat ein endständiges und bis zur Mitte der Augen gespaltenes Maul mit kleinen Zähnen.

Lebensraum & Verbreitung:
Der Barsch kommt mit Ausnahme der Iberischen Halbinsel, dem westlichen Balkan, Nordschottlands, Italiens und dem nördlichen Norwegen in ziemlich allen Binnengewässern Europas vor. Anzutreffen ist er aber auch in Brackwasserzonen der Europäischen Flüsse wie Rhein, Elbe, Loire und Maas und in den Brackwasserbereichen der Ostsee. Der Barsch ist ein in diesen Gewässern häufig anzutreffender Fisch.

Vermehrung:
Die Laichzeit erstreckt sich, nach Gewässer von März bis Juni. Das Wasser muss dann etwa 10°C erreicht haben, dann versammeln sich die Flussbarsche zu größeren Schwärmen. Die Fische wandern teilweise kürzere Strecken um an flachen Uferstellen ablaichen zu können. Hier werden die Eier in Form von langen, netzartigen Schnüren den sogenannten Barsch-Schnüren an Wasserpflanzen, Steinen oder Ästen abgelegt. Die Brut des Barsches schlüpft nach etwa sieben Tagen. Barsche werden nach ungefähr 2 Jahren geschlechtsreif und vermehren sie sich sehr schnell bei günstigen Lebensbedingungen.

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Nahrung:
Der Barsch frisst alles was er bewältigen kann, er ist ein aktiver im Rudel jagender Raubfisch. Als Jungfisch frisst der Barsch Insektenlarven, Würmer und Kleinkrebse, später dann Fischbrut und Jungfische, hier vor allen Dingen Lauben, Rotaugen und andere Weißfische.

Größe & Alter:
Durchschnittsgrößen liegen zwischen 15 und 30 Zentimeter, längen von 40 bis 50 Zentimeter sind möglich. Das Gewicht kann dann maximal 3 Kilogramm erreichen. Das maximale Alter eines Flussbarsches liegt bei etwa 12 Jahren.

Angelköder:
Kunstköder, Wobbler, Spinner, Blinker, Gummifische, Twister
Köderfisch, Fischfetzen,Streamer.

Angelmethoden:
Spinnfischen
Pose mit kleinem Köderfisch oder Wurm
Grundangeln mit Fischfetzen, kleinem Köderfisch oder Wurm
Fliegenrute

Der Rapfen

Der Rapfen oder Schied (Aspius aspius) ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae).

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Aussehen:

In der Regel wird der Rapfen zwischen 10 und 80 Zentimeter groß, aber auch eine Länge von 120cm wurde bereits gesichtet. Sein Durchschnittgewicht beträgt 3 bis 5 Kilo, in Ausnahmefällen sind auch 6 Kilo möglich. Seine Form ist stromlinienförmig, dabei ist der Rapfen jedoch sehr kräftig und sein sehr großes und zahnloses Maul reicht bis unter das Augen. Die tief eingeschnittene Maulspalte ist dabei oberständig, mit einem nach oben gezogenen

Laichzeit:

Unterkiefer, der eine hakenförmige Andeutung besitzt. Die Augen sind sehr klein und tiefliegend. Des weiteren hat der Rapfen eine sehr weit geschnittenen Schwanzflosse, eine hohe Rückenflosse und eine spitz zulaufenden Brustflosse. Auf dem Rücken ist er grünlich und an den Seiten silbrig eingefärbt. Da Rapfen 137 Zwischenmuskelgräten haben sind sie als Speisefische nicht besonders beliebt. Junge Rapfen sind dem Moderlieschen (Leucaspius delineatus) sehr ähnlich, haben aber im Gegensatz zu dieser Art eine vollständige Seitenlinie, ein größeres Maul und kleinere Augen. Ausgewachsen kann der Rapfen schnell mit forellenartigen Fischen verwechselt werden. Er unterscheidet sich hierbei dadurch, dass forellenartige Fische eine zweite Rückenflosse, die sog. Fettflosse, besitzen und seine Schuppen oft wesentlich kleiner sind. In jungen Jahren lebt der Rapfen als typischer Friedfisch, ernährt sich aber mit zunehmendendem Alter räuberisch und ist dabei ein typischer Oberflächenjäger. Somit ist er der einzige europäische Räuber in unseren heimischen Gewässern, der keine Zähne hat. Die Geschlechtsreife beginnt zwischen dem 4. und 5. Lebensjahr. Die Weibchen legen ihre 80.000 bis 1 Million klebrige Eier an stark überströmten Kiesbänken ab. Die Laichzeit geht von April bis Juni, wobei das Männchen, wie viele Karpfenfische, in dieser Zeit eine starken Laichausschlag zeigt. Durch die Strömung werden die nach ca. 2 Wochen schlüpfenden Jungfische in ruhigere Wasserzonen getragen. Dort ernähren sie sich anfangs von tierischem Plankton, jedoch bereits ab der 12. Woche ernähren sie sich von anderen Fischen. Ein Rapfen wächst sehr schnell und ist bereits nach einem Jahr ca.500g schwer.

Lebensraum:

Von seinem Ursprung her lebt der Rapfen in großen Seen, die mit Flüssen in Verbindung stehen. Der heutige Lebensraum des Rapfen sind die strömungsreichen Flüsse Mitteleuropas, östlich des Rheins und in Osteuropa bis hin zur Wolga. Teilweise kommt der Rapfen auch in Brackwasserregionen der Ostsee vor. Im südlichen Raum kommt er im Stromgebiet der Donau vor und in Norden ist es Südschweden und der Süden Finnlands. Sein ursprünglicher Lebensraum war der Osten, wobei er durch den Bau des Rhein-Main-Donaukanals nach Westeuropa eingewandert ist. In viele großen Seen ist er jetzt wieder eingesetzt worden. Der Rapfen fühlt sich besonders in schnell fließenden Gewässern mit einer starken Strömung wohl. In jungen Jahren findet sich der Rapfen mit seinesgleichen zusammen, während der im fortgeschrittenen Alter eher zu einem Einzelkämpfer wird. Junge Rapfen ernähren sich von Zooplankton, dann von Wasserinsekten und anderen wirbellosen Tieren. Wird der Rapfen älter bevorzugt er eine einzelgängerische Lebensweise und ernährt sich von Kleinfischen aller Art. In diesem Lebensabschnitt bewohnt er uferferne Freiwasserzonen, daher ist von seiner Biologie nur wenig bekannt. Jedoch wurden Wanderungen von über 160 Kilometer an markierten Fischen beobachtet. Da der Rapfen einen sehr großen Raumbedarf hat, ist er besonders von der Gewässerverbauung betroffen. Die strömungsreichen und kiesigen Abschnitte, die er zum Laichen unbedingt benötigt, werden immer seltener. Des weiteren gefährdet die stark verringerte Restwasserführung, in Verbindung mit dem Schwallbetrieb von Kraftwerden, seinen Lebensraum erheblich. Um den Fortbestand zu gewährleisten, muss erreicht werden, dass ein Rapfen alle Lebensräume, die er im Laufe seines Lebens benötigt, erreichen kann. Dies ist möglich, durch das Vorkommen von nicht entfernbaren Querbauwerken, die mit Wanderhilfen ausgestattet werden müssen, die dann in beide Richtungen durchlässig sind. In größeren Fließwässern sind diese Querbauwerke zu finden. Die natürliche Dynamik der Fließgewässer trägt zudem auch zur Erhaltung der noch vorhandenen Laichplätze der Rapfen bei.

Angelmethoden:

Die beste Fangzeit für den Rapfen ist von Mai bis September. In den frühen Morgen- oder den späten Abendstunden, bei 10 bis 36 Grad sind die Chancen am höchsten. Im Sommer sind Rapfen an der Oberfläche zu sehen, da sie dort Kleinfische jagen und diese an der Wasseroberfläche zusammentreiben. Das Klatschen auf die Wasseroberfläche verrät sofort, dass es sich um einen Rapfen handelt. Jedoch sind Rapfen nicht besonders leicht zu fangen, da sie extrem misstrauisch sind und schon bei kleinsten Geräuschen oder Schattenwürfen flüchten. Ist ein Rapfen einmal am Haken, unternimmt er alles Möglich um zu flüchten, was ihm auch meistens gelingt. Die geeignete Angelmethode ist daher das Spinnfischen mit einer Angel mit mittlerer Spinnausrüstung und einer Stationärrolle mit einer hohen Übersetzung, da ein schnelle Einholen des Köders möglich sein muss. In die Montage sollte ein Wirbel eingeknotet werden, da die Schnur sehr schnell eintüddeln kann. Rapfen lieben Kontraste, daher ist z.B. ein rot-weißer Köder ein sehr geeignete Farbe. Empfohlene Köder sind hierbei schlanke Löffelblinker oder Küstenwobbler. Da sich Rapfen im Herbst in tiefere und uferferne Bereiche zurückziehen, sollten in dieser Jahreszeit schwerere Köder zum Einsatz kommen. Durch die vielen Gräten ist ein Rapfen als Speisefisch nicht besonders beliebt, jedoch ist er ab einer gewissen Größe durch zum Verzehr geeignet. Sein Fleisch ist allerdings nur von einer durchschnittlichen Qualität.

Der Döbel

Der Döbel (Leuciscus cephalus), auch Alet, Eitel oder Aitel (letzteres vor allem in Bayern), ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Zu dieser Fischgruppe gehören etwa 1500 Arten.

Merkmale:

Der 40 bis 60 (max. 70cm, bis 5kg schwer) Zentimeter lange Döbel hat einen gestreckten und seitlich abgeflachten, torpedoförmigen Körper. Der Kopf ist sehr groß und das endständige Maul breit. In seinem Habitus ähnelt er dem Aland (Leuciscus idus), hat aber größere Schuppen mit einer dunklen Umrandung, die eine netzartige Zeichnung ergeben, und eine nach außen gebogene Afterflosse. Der Rücken und die Flanken sind silbern bis golden, die Bauch- und Brustflossen rötlich gefärbt. Die Fettflosse fehlt.

Lebensraum:

Der Döbel, als Süßwasserfisch, lebt in stark strömenden Flüssen und meist oberflächennah. Dabei bevorzugt er allerdings strömungsarme Bereiche hinter Steinen oder in Buchten. Er ernährt sich von Insekten und anderen Kleintieren, manchmal auch von Pflanzen. Größere Exemplare fressen außerdem kleinere Fische und Amphibien. Die Laichzeit liegt im April bis Juni und die Tiere legen dann etwa 100.000 Eier an Pflanzen oder in den KiesgrundDer Döbel ist in fast ganz Europa mit Ausnahme Schottlands, Irlands und dem Norden Skandinaviens zu finden.In manchen deutschsprachigen Regionen wird der Döbel auch "Aitel" (Österreich, Bayern) oder "Alet" (Alemannisch, z.B. am Bodensee und in der Schweiz), genannt. Ein weiterer Name ist "Rohrkarpfen".

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Nahrung:

Der Döbel wird zwar zu den „Friedfischen“ gezählt, weil er als Karpfenfisch keine Zähne im Maul hat, aber in Wirklichkeit ist er ein Allesfresser. Neben Algen und Wasserpflanzen zählen auch Wasserinsekten, deren Larven, Schnecken, Muscheln und Würmer zu seiner Nahrung. Je älter er wird, desto mehr verlegt er sich auch auf die jagd nach Kleinfischen. Dölbel schlagen auch gelegentlich einmal eine Maus, die im Wasser schwimmt. Unter Anglern ist zudem bekannt, dass Döbel auch sehr gut mit Früchten zu fangen sind. Sehr beliebt bei Döbeln sind süße Kirschen, Pflaumen, Weintrauben aber auch Holunderbeeren. Dabei ist es unerheblich, ob der Fisch diese Früchte natürlicherweise in seinem Gewässer, von Bäumen und Sträuchern ins Wasser gefallen, findet.

Günstigste Fangzeit: Sommer,jedoch auch ganzjährig,wenn entsprechende Angelmethoden.

Angelmethoden: Grund-,Spinn- und Flugangelei

Der Karpfen

Der Karpfen (Cyprinus carpio) ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische(Cyprinidae). Zu dieser Fischgruppe gehören etwa 2500 Arten.

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Merkmale:
Der Karpfen hat eine hochrückige, gedrungene und füllige Körperform, einen Buckel nach dem Kopf, lange Rückenflosse, ein endständiges, unbezahntes und vorstülpbares Maul. Er hat 4 Barteln, davon 2 auf der Oberlippe und je 1 in den Maulwinkeln. Der Rücken ist meist braungrün, die Flanken bräunlich mit Messingglanz, der Bauch heller. Die Flossen bräunlich bis graugrün und die bauchseitigen Flossen teilweise mit rötlichem Ton. Der Karpfen kommt in verschiedenen Zuchtformen vor, die durch die lange Kultivierung entstanden sind. Zum einen gibt es den schuppenlosen Lederkarpfen und die Spiegelkarpfen und Zeilenkarpfen, die nur einige Reihen Schuppen haben, die teilweise vergrößert sind. Dann gibt es noch die Schuppenkarpfen, die ihren Ahnen am nächsten kommen, aber hochrückiger sind.

Lebensraum & Verbreitung:
Ursprünglich aus den Flusssystemen des Schwarzen und des Kaspischen Meeres stammend, ist der Karpfen heute in fast gesamt Europa beheimatet. Mit Ausnahme vom nördlichen Skandinavien kommt dieser Fisch in vielen Seen, Teichen, Weihern und ruhigen Flussabschnitten vor. In großen Teilen der Erde wurde der Karpfen als Zucht- und Teichfisch eingeführt und weiter Kultiviert, nur in Australien hat der Karpfen den Status eines Schädlings eingenommen. Außerhalb der Zuchtanlagen und Teichwirtschaften, kommt der Karpfen in warmen, stehenden oder langsam fließenden Gewässer mit Pflanzenwuchs und weichem Bodengrund vor. Der Karpfen hält sich tagsüber meist in tieferen Gewässer bereichen oder in Verstecken auf, erst bei Einbruch der Dämmerung wird er aktiv und beginnt mit der Nahrungsaufnahme. Karpfen sind Schwarmfische, die an den tiefsten Stellen den Winter überdauern und in dieser Zeit keinerlei Nahrung zu sich nehmen. Bei Gewässern die im Sommer längere Zeit Temperaturen von über 20° C halten, wächst der Karpfen zu enormen Größen heran und hat eine sehr gute Vermehrungsrate.

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Vermehrung:
Laichzeit der Karpfen ist von Mai bis Juli, bei einer Wassertemperatur von mindestens 18 – 20 °C. Die Eizahl liegt bei etwa 200.000 – 300.000 pro Kilo Körpergewicht des Weibchens. Der normale Durchmesser der Eier nach dem Aufquellen beträgt ca. 1,6 mm. Das Ablaichen erfolgt an ruhigen, seichten, pflanzenreichen Uferstellen in mehreren Portionen, der Schlupf der Larven erfolgt dann nach etwas 3 bis 5 Tagen.

 

 

Nahrung:
Als Nahrung dienen vorwiegend Bodentiere wie Würmer, Schnecken, Muscheln, Kleinkrebse und Insektenlarven, die durch Vorstülpen des Maules aufgenommen werden.

Größe & Alter:
Die durchschnittliche Größe liegt bei etwa 35 bis 50 Zentimeter mit circa 2 bis 3 Kilogramm Gewicht. Es sind aber auch Längen von 120 cm und Gewichte über 30 Kilo möglich. Das maximale Alter wird mit 50 Jahren unter idealen Voraussetzungen angegeben.

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Angelköder:
Boilie, Mais, Hundekuchen, Brot, Teig, Früchte, Wurm, Kartoffel, Mehlwurm, Made

Angelmethoden:
Posenangeln, Grundangeln

 

 

 

 

Anmerkungen:
Beim Angeln auf Karpfen wird in der Regel angefüttert, um den Fisch an den Angelplatz zu bekommen, oft wird schon hier der Fehler begangen zuviel oder falsches Futter anzubieten, einige Boilies und etwas Partikelfutter reichen meist schon aus um den Karpfen an den Angelplatz zu locken.

Die Schleie

Die Schleie (Tinca tinca; auch der Schlei) gehört zu den Karpfenartigen (Cypriniden) und lebt überwiegend am Grund langsam strömender oder stehender Gewässer.

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Merkmale:

Die Schleie ist ein gedrungener, kleinschuppiger Fisch. Der Grundton ist dunkel oliv. Sie hat einen teilweise fast schwarzen Rücken, einen goldenen Schimmer an den Flanken und einen grüngelblichen bis weißlichen Bauch. Die Augen sind klein und haben eine goldrote Iris. Das Maulspalte ist kurz und endständig, mit zwei kurzen Barteln an den Mundwinkeln. Die Flossen sind dunkel und gerundet. Die Schwanzflosse ist nur mäßig gekeilt. Die Bauchflossen der Milchner überragen das Waidloch. Zudem ist der zweite Flossenstrahl verdickt. Das dient als äußeres Unterscheidungsmerkmal zu Milchnern!Selten kommt es zur Farbvarietät der Goldschleie. Ihr fehlen dann Farbpigmente in der Haut. Dabei handelt es sich aber um keinen Albinismus.Die Haut ist von einer sehr ausgeprägten Schleimschicht überzogen.Entlang der Seitenlinie hat sie 95 – 100 Schuppen.Schlundzahnformel: 4(5)-5

Lebensräume:

Die Schleie kommt mit einigen wenigen Ausnahmen in ganz Europa und im gemäßigten Asien vor. Sie lebt bevorzugt in stehenden, pflanzenreichen und weichgründigen Gewässern vor. In Flüssen bevorzugt sie die Bereiche mit möglichst geringer Strömung. Als relativ anspruchsloser Fisch findet sie auch in kleinen und sauerstoffarmen Gewässern ihr Auskommen. Sie verfügt über die Fähigkeit zur Kälte- und Hitzestarre, die es ihr ermöglicht auch kurzfristigen, extremen Mangel an Sauerstoff zu überleben. Daher kommt sie oft in Gemeinschaft mit Karauschen als einzige Art in kleinen und kleinsten Gewässern vor. Sie ist ein sehr deckungsliebender Fisch und deshalb fast ausschließlich in, oder an Wasserpflanzen zu finden.Die Schleie neigt sehr stark zur Verbuttung. Bei hoher Bestandsdichte und gleichzeitig geringem Nahrungsangebot bleibt sie kleinwüchsig und bildet Hungerformen aus. Diese Schleien sind dann bei einer Größe ab 10 cm geschlechtsreif und wachsen auch kaum noch ab. Als ebenfalls nacktaktive Fische steuern Welse diesem Prozess entgegen.

Größe:

Im Schnitt 20 – 30 cm. Maximal sind 70 cm bei 10 kg möglich.

Laichzeit:

Abhängig vom Gewässer laichen Schleien in kleinen Trupps in der Zeit zwischen April und Juni. Ausschlaggebend ist dafür eine Temperatur von mindestens 18°C. Die Rogner legen dabei bis zu 300.000 klebrige Eier an Wasserpflanzen ab. Die Dottersacklarven schlüpfen nach 45 Tagesgraden und heften sich sofort danach mit einem am Kopf befindlichen, klebrigen Drüsenfeld an den Wasserpflanzen an. Damit verhindern sie, wie viele andere Arten die über schlammigen Grund laichen, dass sie absinken und im weichen Substrat ersticken. Jungschleien verbringen ihr ganzes Dasein ausschließlich im Schutz dichter Vegetation, wo sie Schutz und Nahrung finden. Dieses Verhalten verliert sie auch im Lauf ihres Lebens kaum. Erst adulte Exemplare verlassen gelegentlich in kleineren Trupps die Deckungen zur Nahrungsaufnahme.

Nahrung:

Schleien ernähren sich hauptsächlich von Kleinlebewesen, aber auch von Schnecken und Algenaufwuchs. Gerne nehmen sie Nährtiere von der Unterseite von Schwimmblattpflanzen ab. Beim Fressen hinterlassen sie im Boden oft kleine Fraßtrichter, die entstehen, wenn sich die Fische senkrecht mit dem Kopf nach unten in den Schlamm wühlen. Dieses Verhalten ist arttypisch.

Fangmethoden & Fangplätze:

Schleien gelten als ausgesprochene Grundfische und werden demzufolge vorzugsweise mit Grundmontagen befischt. Der feinen Posenmontage ist hierbei der Vorzug zu geben. Sie ist sensibler und führt bei diesem besonders vorfachscheuen Fisch besser zum Fangerfolg. Zudem lässt sich die Schleie sehr viel Zeit, den Köder zu prüfen. Der Zeitpunkt für den Anhieb lässt sich mit der Pose so leichter bestimmen. Beim Fischen mit dem Bodenblei, oder dem Futterkorb ist der Schwingspitze der Vorzug zu geben. In Gewässern, die viel mit Boilies auf Karpfen befischt werden, sind auch kleine (8 – 10 mm) Boilies teilweise sehr erfolgreich.Ihre Lebensgewohnheiten entsprechend liegen die Fangplätze in, b.z.w. in der unmittelbaren Nähe von Wasserpflanzen. Das Vorhandensein von fressenden Schleien erkennt man oft an feinen Gasbläschen, die sich beim Gründeln vom Boden lösen und wie in perlendem Sekt an die Oberfläche steigen.

Der Aland

Der Aland (lat. Leuciscus idus), auch Orfe oder Nerfling genannt, ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Zu dieser Fischgruppe gehören etwa 1500 Arten.

aland

Merkmale:

Der Aland sieht ein bißchen so aus, wie eine Kreuzung zwischen Döbel und Rotauge. Er hat einen gebogenen graublauen Rücken, silberfarbene Seiten und einen weißen Bauch. Die goldene Variante des Alands, die Goldorfe, wird in manchen Teichen als “zahmer” Zierfisch gehalten, die Färbung der Goldorfe variiert zwischen Blaßgelb und tiefem Orange.
Das Maul ist klein und leicht unterständig - ideal für die ernährung an der Wasseroberfläche- Schwanz und Rückenflosse sind grau; andere Flossen sind pinkfarben (im Gegensatz zu denen des Döbels) nach innen gebogen. Die sicherste Methode, einen Aland zu identifizieren, ist es, die schuppen entlang der Seitenlinie auszuzählen; Alande haben 55 bis 61 Schuppen, Rotaugen und Döbel 42 bis 46.

 

Lebensräume:

Der Aland kommt in ganz Mittel- und Osteuropa vor und westlich bis zum Rhein sowie nördlich der Alpen. Seine natürlichen Verbreitungsgrenzen liegen im Norden etwa am Polarkreis und reichen im Osten weit nach Sibirien hinein. Sie sind Schwarmfische und lieben fließende Bereiche der Barben- und Brachsenregion, aber auch in manchen Seen sind sie heimisch. Unter allen Weißfischen ist der Aland gegenüber Salzwasser am unempfindlichsten, daher wird die Art auch im Ostseeraum im Brackwasser und sogar direkt in den Küstengewässern angetroffen.Der Aland bevorzugt größere Fließgewässer, wie Flüsse, und Seen, wobei er sich dort Schwarmweise aufhält. Er ist nicht nur ein Süßwasserfisch, sondern hält sich auch im Brackwasser von Meeren auf. Er bewohnt die oberen Wasserschichten und hält sich gern in Ufernähe auf. Besonders im Frühjahr wandert der Aland flussaufwärts zu geeigneten Laichgründen. Auffallend ist sein Laichverhalten im Frühjahr.

Größe:

Der Aland kann eine Größe von 70 - 80 cm erreichen und bis zu 4 kg schwer werden. Sie werden ca. 10 Jahren alt.

Laichzeit:

Der Aland laicht im Zeitraum von April - Juni. Dann sammeln sich die geschlechtsreifen Fische, um in großen Schwärmen kurze Strecken flussaufwärts zu ihren Laichgründen zu wandern. Unter heftigen Paarungsspiele werden an sandig-kiesigen Flachwasserstellen am Ufer ca. 40.000 - 100.000 Eier abgelegt, die besamt werden. Die klebrigen Eier sinken zu Boden und haften am Unterbodenbewuchs. Die Jungen schlüpfen nach 2 - 3 Wochen und verlassen später die Laichgründe, um in ruhige Flussbereiche heranwachsen. Die Jungfische wachsen langsam und sind nach ca. 3 Jahren erst 18 -20 cm lang. Mit ca. 5 Jahren erreichen sie die Geschlechtsreife.

Nahrung:

Die Fische ernähren sich von Würmern, Flohkrebsen, Insektenlarven und anderen Weichtieren. Größere Exemplare fressen auch Fischbrut und Jungfische.

Fangmethoden:

Posenangeln und leichte Ausrüstung mit dünnen Schnüren von 2,5 kg Tragkraft. Angelköder: Maden, Würmer und Brotstücke. Im Sommer auch mit der Fliegenrute und Trockenfliege. Beste Fang- und Beißzeiten sind die Monate März/April und Juni bis September

Die Kessler-Grundel

Die Kessler-Grundel (lat. Neogobius kessleri).

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Merkmale:

Schmaler , seitlich zusammengedrückter Körper mit flachem großem Kopf und großem Maul . Die Bauchflossen sind zu einer Saugscheibe zusammen gewachsen . Die Färbung geht von Marmoriert bis Braun . Milchner sind zur Laichzait fast Schwarz gefärbt.Körper deutlich beschuppt, keine Seitenlinie, Kopf breit und relativ flach (ähnlich der Koppe, jedoch deutlich länger als breit), großes, tief gespaltenes Maul, Unterkiefer vorstehend, Maulspalte erreicht Augenmitte, eher kleine, hoch sitzende Augen, Bauchflossen sind zu einem »Saugtrichter« verwachsen. Die Kesslergrundel ist übrigens nicht mit dem Kesslergründling verwandt.

 

Lebensräume:

Mit dem Ballstwasser der Frachtschiffe gelangten diese "Neozoen" bis nach Nordamerika , wo sie mehrere große Seen besiedelten und den dort heimischen Fischarten arg zusetzen . Um 1900 wurde die Grundel auch in Europa nachgewiesen . Die Donau wurde als Erstes erobert . Durch die Eröffnung des Rhein-Main-Donau-Kanals wurden neue Wege für diese "Neozoen" geschaffen . Die Donau ist bis Bayern , der Rhein von den Niederlanden bis Mündung Main und die Mosel von Koblenz bis Frankreich von diesen "fremden Fischen" besiedelt.

kesslergrundel

Größe:

Größe bis 20 cm

Laichzeit:

Die Laichzeit ist ab April in allen Gewässern . Sie sind Kieslaicher .

Nahrung:

Höckerflohkrebse , andere Kleintiere wie Maden , Würmer , Laich und kleine Fischchen.

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Herkunft:

Die Ursprüngliche Heimat der Kesslergrundel ist die Brackwasserzone des Schwarzen - und des Kaspischen Meeres sowie deren Zuflüsse .

Gefährdung:

Eine Gefährdung für die vorkommenden Arten von Grundeln besteht definitiv nicht , da sie sich explosionsartig vermehren . Auf Grund ihres Massenauftretens stellen sie eher noch eine Gefährdung dar !

 

© Josef Schmitt